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Hademar Bankhofer mit 84 Jahren gestorben

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Hademar Bankhofer

©IMAGO / STAR-MEDIA

Der Gesundheitsjournalist gab jahrzehntelang Medizintipps in Print, Radio und Fernsehen.

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Der Gesundheitsjournalist Hademar Bankhofer ist tot. Er sei am Mittwoch im Alter von 84 Jahren gestorben, hieß es in einer Aussendung im Namen der Familie am Donnerstag. Bankhofer gab jahrzehntelang im österreichischen sowie im deutschen Fernsehen Tipps in Sachen gesunde Ernährung, Naturarzneien oder Hausmittel. Darüber hinaus schrieb er Dutzende Ratgeberbücher und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Der am 13. Mai 1941 in Klosterneuburg geborene Gesundheitsexperte studierte an der Universität Wien Jus, Publizistik, Philosophie und Germanistik, allerdings ohne Abschluss. Er war Reporter bei verschiedenen Wochen- und Tageszeitungen sowie stellvertretender Chefredakteur einer Wiener Wochenzeitung. In einer Phase, in der er selbst mit seinem Lebensstil haderte, lernte er seinen späteren Lehrer, den mehrfachen Radrennmeister Ferry Dusika, kennen. Durch ihn fand Bankhofer zum Thema Gesundheit.

Anfänge mit "Hexenschuß und Heiserkeit"

Noch während seines Studiums fuhr er in seiner Freizeit mit dem Motorrad von Bauernhof zu Bauernhof und sammelte Rezepte, die er 1972 unter dem Titel "Hexenschuß und Heiserkeit" publizierte. Gemeinsam mit dem Ex-Radrennfahrer schrieb er schließlich das Buch "Dicke essen zu viel". Sein großes Interesse an der Gesundheit verdankte er laut eigenen Angaben seiner Mutter, die eine "Kräuterhex" gewesen sei.

Bald wurden das deutsche und österreichische Fernsehen sowie Tages- und Wochenzeitungen auf Bankhofer und seine Gesundheitsthemen aufmerksam: Der Medizinjournalist und Ernährungsexperte begann Anfang 1985 auf Einladung von Walter Schiejok eine Gesundheitsleiste in der Sendereihe "WIR". Parallel veröffentlichte Bankhofer Bücher, hielt Vorträge und schrieb für Zeitungen. Die wenigsten wissen jedoch, dass der Ernährungsexperte am Beginn seiner TV-Karriere den Dackel im "Helmi"-Kinderverkehrsklub "synchronisierte".

Bekannt in Funk und Fernsehen

Von Anfang an arbeitete er mit Wissenschaftern und Ärzten zusammen, leitete bald internationale Symposien und bekam im Jahr 1991 für seine Leistungen vom damaligen Wissenschaftsminister Erhard Busek mit Zustimmung der Universität Wien den Berufstitel "Professor" verliehen. Auch das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien (1989), die Ehrenmedaille für Wissenschaft & Kunst der Albert-Schweitzer-Gesellschaft (1997) und das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten (2007) zählen zu seinen Auszeichnungen.

Ab 2006 präsentierte er jeden Donnerstag die Gesundheitssendung "Die gesunde halbe Stunde" im ORF-Spartenkanal TW1. Auf Radio Wien gab er jeden Mittwoch Tipps für ein gesünderes Leben in "Wohlfühlen leicht gemacht". Später moderierte er wöchentlich das Fernsehmagazin "Gut geht's". Über manche Ratschläge von Bankhofer wurde allerdings auch heftig diskutiert. "Ich kann mich noch erinnern, welchen Aufschrei es gab, als ich in 'WIR' verkündete: Der Apfel senkt die Gefahr des Herzinfarkts. Heute ist das längst ein Faktum", so Bankhofer einmal im Interview.

Verdacht auf Schleichwerbung als Karrierewende

Im Jahr 2008 nahm die erfolgreiche Karriere allerdings eine Wende. Wegen Verdachts auf Schleichwerbung beendete die ARD ihre Zusammenarbeit und nannte als Grund für die Trennung den "Anschein auf Schleichwerbung" für Produkte aus dem Gesundheitsbereich. Daraufhin beendete auch der ORF die Zusammenarbeit. Ab Herbst 2009 moderierte Bankhofer schließlich im Privatsender Austria 9 ein eigenes Familienmagazin namens "einfach Bankhofer". Darin führte er durch Österreichs Gesundheits- und Wellnessoasen und besuchte Wissenschafter, Biologen, Apotheker, Umweltschützer, Biobauern, Ärzte und Ernährungsfachleute.

Hademar Bankhofer hinterlässt seine Frau Lizzy und seinen Sohn, den Radiojournalisten Hadschi Bankhofer. Dieser postete auf Facebook, dass sein Vater "ganz sanft an Altersschwäche" gestorben sei: "Ich behalte ihn im Herzen in Sachen Güte, Bescheidenheit, Freundlichkeit und Großzügigkeit."

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