Die Ärztin erlag im Alter von 63 Jahren einer Krebserkrankung.
von
Die frühere Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky ist 63-jährig verstorben. Das erfuhr die APA aus ihrem Umfeld. Die Wienerin hatte seit längerem an einer Krebserkrankung gelitten. In die Regierung hatte die Ärztin und Personalvertreterin vor fast 20 Jahren die ÖVP entsandt, später stellte sie ihre Expertise den NEOS zur Verfügung. Auch für das Land Burgenland war Kdolksy in ihren späteren Jahren tätig.
Streitbare und wortgewaltig
Kdolsky war als streitbare und wortgewaltige Interessensvertreterin bekannt geworden. Unter anderem war die Anästhesistin Vorsitzende der Hochschullehrer-Gewerkschaft. Später war sie Geschäftsführerin der niederösterreichischen Landeskliniken-Holding. Von dort wechselte sie 2007 für die ÖVP ins Kabinett von Kanzler Alfred Gusenbauer (ÖVP) und war für Gesundheit und Familie zuständig.
Verließ ÖVP 2023
Die ÖVP verließ sie 2023, weil diese in Niederösterreich eine Koalition mit den Freiheitlichen einging. Bei den Regierungsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS im Bund beriet sie letztere in Gesundheitsfragen. Noch heuer war sie im Auftrag des Landes Burgenland in der Planung eines Zentrums für Menschen mit Krebserkrankungen tätig.
Ihre Diagnose hatte sie vor zwei Jahren erhalten und ihren Kampf gegen den Krebs wiederholt auch öffentlich thematisiert.
