v.l.n.r: Stefan Ragg (Vorstandsvorsitzender, Universal Edition AG), Ulrike Anton (Direktorin, Arnold Schönberg Center), Katharina Bleier und Therese Muxeneder (Kritische Gesamtausgabe des Briefwechsels Arnold Schönberg und Universal Edition); die Komponist:innen, Interpret:innen und Moderatorinnen des Abends: Konstantia Gourzi, Michael Pantillon, Alexander Maria Wagner, Klara Flieder, Christophe Pantillon, Elisabeth Plank, Annamaria Kowalsky, Martina Kalser-Gruber und Sarah Laila Standke (Universal Edition)
©Lalo JodlbauerMit dem Festkonzert »Visionäre Stimmen«, Bürgermeister Michael Ludwig hat den Ehrenschutz übernommen, feierte die Universal Edition am 15. Juni 2026 am Arnold Schönberg Center in Wien ihr 125-jähriges Bestehen.
Der Ort war dabei bewusst gewählt: Kaum ein Komponist steht so exemplarisch für den Mut zum Neuen, für künstlerische Innovation und den Blick in die Zukunft wie Arnold Schönberg – Werte, die die Universal Edition seit ihrer Gründung prägen.
In ihrer Eröffnungsrede unterstrich Ulrike Anton, Direktorin des Arnold Schönberg Center, die besondere Bedeutung der Universal Edition für Arnold Schönberg und die enge Verbindung zwischen dem Komponisten und seinem Verlag, der wegweisende Kompositionen sowie theoretische Schriften veröffentlichte. Seit Gründung steht das Center in ständigem Austausch mit dem Verlag, dessen Schönberg-Archivalien dem Center als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurden.


Stefan Ragg, Vorstand der Universal Edition, wies darauf hin, dass Arnold Schönberg wie kaum ein anderer für den Mut stehe, neue Wege zu gehen und musikalische Grenzen zu erweitern. Genau diese Haltung begleitet die Universal Edition seit 125 Jahren und prägt ihr Selbstverständnis bis heute.
Das Konzertprogramm »Visionäre Stimmen« spannte einen Bogen über mehr als ein Jahrhundert Musikgeschichte: von Gustav Mahler und Arnold Schönberg über Pierre Boulez und Arvo Pärt bis hin zu zeitgenössischen Komponistinnen wie Konstantia Gourzi und Annamaria Kowalsky. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Elisabeth Plank, Klara Flieder, Christophe und Michael Pantillon sowie Alexander Maria Wagner.
Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation des wissenschaftlichen Editionsprojekts zur Korrespondenz Arnold Schönbergs mit den Verlagen Universal Edition und Dreililien. Die Musikwissenschaftlerinnen Katharina Bleier und die Sammlungsleiterin des Arnold Schönberg Center Therese Muxeneder gaben Einblicke in die umfangreiche Quellenedition mit Dokumenten aus knapp fünf Jahrzehnten. Die Korrespondenz macht eindrucksvoll sichtbar, welche zentrale Rolle die Universal Edition als Partnerin spielte und zeigt aber auch die Spannungsfelder und Konflikte in einer durch zwei Weltkriege und der Machtergreifung der Nationalsozialisten geprägten Welt.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Künstler:innen und Vertreter:innen österreichischer und internationaler Kulturinstituten sowie Musikverleger:innen.
Die Festveranstaltung unterstrich, wofür die Universal Edition seit ihrer Gründung steht: die Verbindung von Tradition und Zukunft sowie das Vertrauen in die Kraft neuer musikalischer Ideen. Ganz im Sinne Arnold Schönbergs bleibt die Förderung visionärer Stimmen auch nach 125 Jahren ein zentraler Auftrag des Hauses. Ein Credo das auch das Arnold Schönberg Center im Rahmen seiner Veranstaltungen immer wieder zum Ausdruck bringt.






