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Heinz Lederer: „Es gibt absolut keine Interessenskonflikte“

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Heinz Lederer

©APA-Images, Martin Juen, photonews.at

Der ORF-Stiftungsratschef über seine Zusammenarbeit mit dem neuen ÖVP-Gegenüber, Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Kritik an seiner Person.

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1. Warum sind Ihnen Kultur und Sport für den Erhalt einer österreichischen Öffentlichkeit so wichtig?

Kultur und Sport prägen die Identität eines Landes. Deshalb braucht Österreichs Kultur- und Sportidentität ein festes Fundament im ORF.

2. Sie haben mit ÖVP-Gegenüber Schütze gut kooperiert. Was erwarten Sie von Nachfolger Medwenitsch?

Schütze war in fordernden Zeiten zukunftsorientiert. Davon bin ich auch bei Medwenitsch überzeugt, dessen juristische Kompetenz ich schätze.

3. Vorstandsstruktur mit kleinerem Aufsichtsrat: Wie stehen Sie zu diesen Vorschlägen für den ORF?

Beidem stehe ich positiv gegenüber. Für das Überleben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind das aber keine Kernfragen.

4. Sie sind wie andere ORF-Stiftungsräte Kommunikationsberater. Wie sehr profitiert man vom Ehrenamt?

Gar nicht. Das Ehrenamt bedeutet viel Arbeit und öffentliche Aufmerksamkeit. Die Corporate Governance ist eine sehr strenge Benchmark!

Ich habe volles Vertrauen in die österreichischen Gerichte und gehe von einer baldigen Einstellung aus

Heinz Lederer

5. 13 Aufträge im Lobbyisten-Register: Gibt es Interessenkonflikte mit Ihrer ORF-Funktion?

Nein, absolut keine Interessenkonflikte.

6. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Rücktrittsaufforderungen: Wie beeinträchtigt Sie das?

Ich habe volles Vertrauen in die österreichischen Gerichte und gehe von einer baldigen Einstellung aus.

7. Wie Westenthaler sitzen Sie Redaktionsrat-Misstrauen aus. Welche Gesprächsebene gibt es zu ihm?

Das Misstrauensvotum ist unpassend! Es gibt Höhen und Tiefen. Positive Erinnerungen verbinden uns bei Verbesserung von OBS und Ethikkodex.

8. Ein Ex-ORF-General will SP-Chef werden. Was sagen Sie als Ex-Kommunikationschef der SPÖ dazu?

Zeilers Engagement ist ihm hoch anzurechnen. Die SPÖ ist aber klar positioniert. Die Wahl von Finanzminister Marterbauer finde ich sehr gut.

Steckbrief

Heinz Lederer

geboren
03.01.1963

Heinz Lederer war in den 1990er-Jahren SPÖ-Werbechef und -Parteisprecher unter Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas. Nach einem Zwischenspiel als Vorstand der Libro-Online-Tochter lion.cc wurde er Kommunikationsberater und ist seit 2025 auch Vorsitzender des ORF-Stiftungsrats

Peter Plaikner: Politikanalyst und Medienberater

Was meinen Sie? Schreiben Sie mir: pp@plaikner.at

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 42/2026 erschienen.

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