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Martiniloben 2026 im Burgenland: Ab 30. Oktober öffnen Winzerinnen und Winzer die Keller

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Weinflaschen in einem Weinkeller im Südburgenland
Foto:©Unsplash/Gabriele Strasky

Rund um den Martinitag am 11. November wird im Burgenland der junge Wein gelobt. Den Auftakt macht heuer Breitenbrunn am 30. Oktober, die meisten Orte am Neusiedler See folgen ab 6. November. Termine, Ablauf und woher der Brauch kommt.

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Im Burgenland beginnt die Zeit des jungen Weins. Beim Martiniloben 2026 öffnen Winzerinnen und Winzer ab 30. Oktober ihre Keller, den Anfang macht Breitenbrunn am Neusiedler See. Am Wochenende von 6. bis 8. November folgt der Großteil der Weinorte rund um den See, in Illmitz und Apetlon wird bis 15. November verkostet. Das geht aus dem Veranstaltungskalender von Burgenland Tourismus und dem Tourismusverband Neusiedler See hervor.

Beim Martiniloben präsentieren die Weinbaubetriebe den neuen Jahrgang, der bis dahin im Fass gereift ist. Besucherinnen und Besucher kosten den jungen Wein direkt in den Kellern und dazu regionale Spezialitäten. Der Brauch ist eng mit dem 11. November verbunden, dem Festtag des heiligen Martin, der im Burgenland als Landesfeiertag begangen wird.

Die Termine am Neusiedler See

Breitenbrunn lädt von 30. Oktober bis 1. November unter dem Motto „Zum Lachen in den Keller“. Eine Woche später ist das Angebot am größten: In Gols und in Mörbisch am See dauert das Martiniloben von 6. bis 8. November, in Neusiedl am See und in Purbach am 6. und 7. November. Neusiedl veranstaltet dabei einen Tag der offenen Kellertür. In Andau öffnen die Keller am 8. November.

Im Seewinkel nehmen sich Illmitz und Apetlon mehr Zeit und verteilen das Martiniloben auf zwei Wochenenden von 6. bis 15. November. Im Mittelburgenland steht in Deutschkreutz am 6. und 7. November eine Martini-Ausgabe des Rotweinfestivals auf dem Programm. Weitere Orte und Details zu den einzelnen Betrieben veröffentlichen die jeweiligen Gemeinden und Tourismusbüros.

So läuft ein Martiniloben ab

Wie ein solches Wochenende aussieht, zeigt das Programm in Illmitz. Dort sind die Keller am Freitag und Samstag von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. In der Vinothek am Hauptplatz präsentieren die teilnehmenden Weingüter zusätzlich eine gemeinsame Verkostungslinie. Am Samstag führt der Nationalpark Neusiedler See Seewinkel mit einer Exkursion zu den gefiederten Wintergästen, dafür ist eine Anmeldung nötig.

Wichtig für die Planung: In mehreren Orten braucht man vor dem ersten Kellerbesuch eine Teilnahmeberechtigung, die nur an einer bestimmten Stelle im Ort verkauft wird, in Illmitz etwa im Pfarrheim. Im Preis ist dort ein Gutschein für den Weineinkauf enthalten. Wer Wein verkostet, lässt das Auto besser stehen und plant die Heimfahrt vorab.

Wie der Brauch entstanden ist

In seiner heutigen Form gibt es das Martiniloben seit Ende der 1980er-Jahre. Laut Tourismusverband Neusiedler See fand das erste Martiniloben am 11. November 1988 in der Basilika Frauenkirchen statt, angeregt von Sepp Sailer. 1989 plante er gemeinsam mit Paul Wendelin, damals Obmann des Golser Weinbauvereins, eine mehrtägige Veranstaltung in Gols. Beim ersten Mal öffneten dort 54 Winzerinnen und Winzer ihre Keller.

Andere Orte zogen bald nach. Burgenland Tourismus bezeichnet das Martiniloben heute als traditionellen kulinarischen Höhepunkt der Herbstsaison, vielerorts gehört in den Gasthäusern auch das Martinigansl dazu. Wer schon vorher auf den Geschmack kommen will, findet im Herbstkalender weitere Termine, etwa das Apfelkulinarium in Burgauberg bis 25. Oktober oder das Klosterer Kastanienfest in Mannersdorf an der Rabnitz am Nationalfeiertag.

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