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Gansl zu Martini ist Tradition, die Gänse stammen aber großteils nicht aus Österreich

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Eine Schar weißer Gänse auf einer grünen Wiese
Foto:©Unsplash/Shiza Nazir

Rund um den 11. November hat das Martinigansl Hochsaison. Die neuesten Zahlen von Statistik Austria zeigen, wie viel Gänsefleisch Österreich selbst erzeugt, wie viel importiert wird und wie man beim Kauf auf die Herkunft achten kann.

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Nur rund ein Drittel des Gänsefleischs, das in Österreich verbraucht wird, kommt rechnerisch aus heimischer Erzeugung. Der Selbstversorgungsgrad bei Gänsen lag 2025 laut der Versorgungsbilanz von Statistik Austria bei 34 Prozent. Den Rest deckt der Import.

In absoluten Zahlen wurden in Österreich 573 Tonnen Gänsefleisch erzeugt, gerechnet als Schlachtgewicht, also mit Knochen. Eingeführt wurden 1.224 Tonnen, ausgeführt 128 Tonnen. Der Inlandsverbrauch lag damit bei 1.669 Tonnen, das sind rund 0,2 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Auf den tatsächlichen menschlichen Verzehr entfallen davon laut Statistik Austria 993 Tonnen oder etwa 0,1 Kilogramm pro Person.

Eine Nische im Geflügelmarkt

Im Vergleich zu anderem Geflügel ist die Gans in Österreich ein Randprodukt. Die gesamte heimische Geflügelerzeugung, großteils Hühner, betrug 2025 laut derselben Bilanz knapp 170.000 Tonnen. Die 573 Tonnen Gänsefleisch entsprechen davon nicht einmal einem halben Prozent.

Wie Statistik Austria die Erzeugung zählt, ist für die Einordnung wichtig. Die Bruttoeigenerzeugung umfasst laut der Publikation „sämtliche im Inland erzeugten Tiere, unabhängig von der Schlachtung im In- oder Ausland“. Aus welchen Ländern die importierten Gänse stammen, weist die Versorgungsbilanz nicht aus.

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Eine Schar weißer Gänse auf einer grünen Wiese
 © Unsplash/Shiza Nazir

Woher der Brauch mit der Martinsgans kommt

Am 11. November gedenken Christinnen und Christen des heiligen Martin von Tours. Die Gans am Teller geht auf eine Legende zurück, die die Katholische Kirche in Österreich so beschreibt: Martin habe sich in einem Gänsestall versteckt, um seiner Wahl zum Bischof durch das Volk zu entgehen. „Die schnatternden Tiere verrieten ihn jedoch.“

Bekannt ist Martin auch für die Legende, nach der er seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte, daran erinnern die nach ihm benannten Umzüge. Andere Martinsbräuche wie Feuer und Fackelzüge sind laut der Kirche nichtchristlichen Ursprungs.

Wie man beim Kauf auf die Herkunft achten kann

Wer Wert auf heimische Ware legt, sollte im Handel auf Herkunftsangaben und Gütesiegel achten. Das AMA-Gütesiegel gibt laut der AMA-Marketing „verlässlich Auskunft über nachvollziehbare Herkunft, geprüfte Qualität“ und unabhängige Kontrollen. Behauptungen, wonach importierte Produkte nachträglich das Siegel erhalten könnten, bezeichnet die AMA als falsch.

Im Gasthaus steht die Herkunft nicht immer auf der Speisekarte. Wer es genau wissen will, kann beim Bestellen nachfragen. Weil die heimische Erzeugung mit 573 Tonnen klein ist, lohnt es sich, ein Gansl aus Österreich rechtzeitig vor Martini zu bestellen.

Quellen

Statistik Austria: Versorgungsbilanzen, Berichtsjahr 2025, Tierische Produkte (STATkompakt) (September 2026)

Statistik Austria: Versorgungsbilanzen (1. September 2026)

Katholische Kirche in Österreich: Heiliger Martin von Tours

AMA-Marketing: AMA-Siegel im Überblick: Bedeutung und ihre Kriterien

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