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Asador Etxebarri führt das Weltranking der Restaurants an, ein Wiener Lokal rückt vor

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Grüne Hänge und Kalkgipfel im Naturpark Urkiola im Baskenland, nahe Atxondo
Foto:©Unsplash, Aitor Olaskoaga

Ein Grilllokal in einem baskischen Bergdorf steht an der Spitze der Rangliste The 50 Best Restaurants 2026. Österreich ist mit einem einzigen Restaurant vertreten, das sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat. Wie die neue Liste aussieht und was das Siegerlokal ausmacht.

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Das Asador Etxebarri im baskischen Atxondo ist das beste Restaurant der Welt. So hat es die Organisation hinter der Rangliste The 50 Best Restaurants bei einer Gala am 4. November in Lima entschieden, wie sie in ihrer Mitteilung zur Nummer eins 2026 bekannt gab. Im Vorjahr lag das Lokal von Bittor Arguinzoniz noch auf Platz zwei. Es gilt zugleich als bestes Restaurant Europas.

Aus Österreich hat es nur ein Restaurant unter die besten 100 geschafft: das Steirereck im Wiener Stadtpark. Es steht laut der Seite des Rankings zum Steirereck heuer auf Platz 30 und ist damit drei Ränge besser als 2025, als es auf Platz 33 lag. Geführt wird das Haus von Heinz Reitbauer in der Küche und Birgit Reitbauer im Service.

Was das Asador Etxebarri so besonders macht

Das Restaurant liegt im Dorf Axpe in der Provinz Bizkaia, zwischen Bilbao und San Sebastián, am Fuß der Kalkberge des Naturparks Urkiola. Bittor Arguinzoniz hat sich das Kochen selbst beigebracht und das Lokal laut den Veranstaltern 1990 in einem umgebauten Bauernhaus eröffnet. Es hat eine winzige Küche und acht Tische.

Gekocht wird fast ausschließlich über Holzglut. Laut der Restaurantbeschreibung im Ranking verwendet Arguinzoniz selbst entworfene Grills, und jeder Gang des Menüs kommt mit dem Feuer in Berührung, bis hin zum Milcheis am Ende. Molekularküche oder dekonstruierte Gerichte gibt es nicht. Als Klassiker gelten Garnelen aus Palamós und ein über der Glut gegartes Rinderkotelett. Das Degustationsmenü umfasst rund 14 Gänge.

Neu in der Liste ist das Asador Etxebarri nicht. Es wurde erstmals 2008 aufgenommen und steht seit 2016 durchgehend unter den besten zehn. Auch das Restaurant Txispa, ebenfalls in Atxondo, ist heuer unter den besten 100 vertreten, auf Platz 80.

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Grüne Hänge und Kalkgipfel im Naturpark Urkiola im Baskenland, nahe Atxondo
 © Unsplash, Aitor Olaskoaga

Welche Restaurants in den Top 10 stehen

Hinter dem baskischen Grilllokal folgt das Gaggan in Bangkok auf Platz zwei, dahinter das Alchemist in Kopenhagen. Auf den Rängen vier bis zehn stehen das Quintonil in Mexiko-Stadt, das Wing und das The Chairman in Hongkong, das Kjolle in Lima, das Kadeau in Kopenhagen, das Diverxo in Madrid und das Plénitude in Paris. Für Lima, wo heuer die Preisverleihung stattfand, ist mit dem Kjolle ein Lokal unter den besten zehn.

Den größten Sprung nach vorn machte laut der offiziellen Aussendung der Veranstalter das Kadeau, das bis auf Platz acht vorrückte. Bester Neueinsteiger ist das Tuju in São Paulo auf Platz 16. Als beste Köchin wurde Jessica Rosval vom Al Gatto Verde in Modena ausgezeichnet, den Preis für das Lebenswerk erhielt der katalanische Koch Ferran Adrià.

Wie der deutschsprachige Raum abschneidet

Das Steirereck ist das einzige österreichische Restaurant in der Liste der besten 100. Auf der Liste der Plätze 51 bis 100 taucht kein weiteres Lokal aus Österreich auf. Deutlich nach vorn ging es für das Jan in München, das von Platz 50 auf Platz 19 kletterte. Das Schloss Schauenstein im Schweizer Fürstenau rückte von Platz 52 auf Platz 39 und damit in die besten 50 vor. Drei Berliner Restaurants stehen auf den hinteren Rängen: das Nobelhart & Schmutzig auf Platz 76, das Coda auf Platz 82 und das Restaurant Tim Raue auf Platz 85.

Wie die Rangliste entsteht

Die Liste beruht auf einer Abstimmung. Laut der Aussendung zu den Plätzen 51 bis 100 vom 21. Oktober geben mehr als 1.100 Fachleute ihre Stimmen ab, darunter Köchinnen und Köche, Gastrokritikerinnen und Gastrokritiker sowie andere Kulinarik-Kenner. Vertreten sind heuer Restaurants aus 28 Ländern und Gebieten auf sechs Kontinenten. Elf Lokale sind neu unter den besten 50, fünf kehren zurück.

Anders als etwa der Guide Michelin, der Restaurants nach Besuchen anonymer Testerinnen und Tester mit Sternen bewertet, ist das Ranking eine Rangfolge auf Basis von Stimmen. Es misst also, welche Häuser die abstimmenden Fachleute am meisten schätzen, und keine einheitlichen Qualitätskriterien. Dass mit dem Asador Etxebarri ein Lokal gewinnt, das ohne aufwendige Technik und ganz um das Feuer herum kocht, macht die Wahl dennoch bemerkenswert.

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