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Zu kräftig gegrillte Würstchen: Gesundheitsrisiko für Kinder

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Bei Surfleisch entstehen bei hohen Temperaturen Nitrosamine
Mariniertes Fleisch und Würstchen: Für viele sind sie ein Muss beim Grillen. Passt man am Rost nicht auf, können aber krebserregende Substanzen auf dem Teller - und im Körper - landen.

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Besonders, wenn Kinder mitessen, ist Vorsicht geboten, warnt Prof. Steffen Pistorius, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie von der Asklepios-ASB Klinik Radeberg. Der Arzt verweist auf Studien, wonach Menschen mit einem hohen Konsum von stark gegrilltem, gebratenem und intensiv verarbeiteten Fleisch ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Drei Fragen und Antworten dazu.

Hohe Temperaturen, tropfende Marinade, Fleisch, das sich nicht zum Grillen eignet - all das kann zu Schadstoffen führen. Drei Beispiele:

Schadstoffe wirken im Körper von Kindern deutlich intensiver als im Körper von Erwachsenen - schlichtweg, weil Kinder ein geringeres Körpergewicht haben.

Außerdem ist Steffen Pistorius zufolge das Entgiftungssystem von Kindern nicht so ausgereift wie das von Erwachsenen. Heißt: Schadstoffe werden erheblich langsamer und ineffektiver abgebaut. Umso wichtiger ist es, Kinder vor diesen Stoffen zu schützen.

Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken. So sollte verkohltes und stark gebräuntes Fleisch oder Würstchen nicht auf dem Teller des Kindes landen. Schwarze Stellen enthalten nämlich eine hohe Konzentration aus Schadstoffen. Am besten sorgen Eltern dafür, dass das Grillgut gar nicht erst allzu starke Hitze abbekommt und zu dunkel wird, rät Steffen Pistorius.

Ein weiterer Tipp: Fleisch in der Grillschale garen, damit nichts in die Glut tropfen kann. Manch einer stutzt bei diesem Rat allerdings und fragt sich: Kann bei der Benutzung von Alu-Grillschalen nicht Aluminium auf das Grillgut übergehen?

Das ist laut Expertinnen und Experten zwar zu erwarten, der gelegentliche Gebrauch sei in Abwägung der Risiken aber vertretbar. Sie raten dann allerdings dazu, erst am Ende zu salzen und zu würzen. Denn unter dem Einfluss von Salz und Säuren kann sich Aluminium besser lösen und auf Lebensmittel übergehen. Auch Grillschalen aus anderen Materialien, etwa Edelstahl, sind eine Option.

Was am besten gar nicht auf den Grill gehört: Surfleischprodukte. Erkennen lassen sie sich mit einem Blick auf die Zutatenliste: Tauchen dort die Angaben Nitritpökelsalz, Natriumnitrit oder E 250 auf, sollte das Fleischprodukt dem Grillrost fernbleiben. Warum? Weil hier bei hohen Temperaturen Nitrosamine entstehen können.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose

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