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Es handelt sich dabei um akute, wiederkehrende oder chronische Schmerzzustände an verschiedenen Bereichen des Rückens. Bei vielen schmerzen Nacken und Schulterpartie. Bei anderen tritt der Schmerz im unteren Rücken auf. Oft ist dann von Kreuzschmerzen die Rede.
Folgende Unterscheidung ist wichtig:
• Spezifischen Rückenschmerzen liegt eine eindeutig diagnostizierbare Ursache zugrunde. Das kann ein Bandscheibenvorfall sein oder eine Skoliose, also eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule.
• Nichtspezifische Rückenschmerzen lassen sich nicht auf eine konkrete körperliche Ursache zurückführen. Der Schmerz beruht eher auf Stress oder psychischen Problemen.
"Schätzungen besagen, dass es sich bei 80 bis 90 Prozent der Rückenschmerzen um eine nichtspezifische Gesundheitsstörung handelt", sagt der Sportpädagoge Ulrich Kuhnt. Welche Ursachen können Rückenschmerzen haben?
Wahrscheinlicher sind dem Wirbelsäulenchirurg zufolge diese Gründe:
Manchmal gibt es ganz konkrete körperliche Ursachen:
Weitere Ursachen nennt die Stiftung Gesundheitswissen:
"All dies zeigt, wie wichtig eine gründliche und ganzheitliche Diagnostik ist", sagt Kubosch. Die Schmerztherapie muss auf die individuellen Ursachen eingehen und darauf aufbauen.
"Starke Schmerzen, die den Alltag deutlich einschränken, sollten Sie ärztlich abklären lassen", rät auch der Mediziner Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen.
1. Im untersten Abschnitt der Wirbelsäule
Die Lendenwirbelsäule (LWS) bildet die Basis für den Rumpf. "Durch den aufrechten Gang des Menschen ist sie der am meisten belastete Teil der Wirbelsäule", erklärt David-Christopher Kubosch.
Nach seinen Angaben treten bei etwa 80 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben Schmerzen im unteren Rücken auf. Das wird auch LWS-Syndrom genannt. Oft sind die Schmerzen unspezifisch.
Häufige Ursache sind Schäden an der Bandscheibe, die als Puffer und Federung zwischen den Wirbelkörpern dienen. Sie verlieren jeden Tag einen Teil ihrer Flüssigkeit und schrumpfen dauerhaft.
Weil sich die Federung verringert, lässt die generelle Muskelspannung nach. Die Lendenwirbelsäule wölbt sich nach vorne. Es entsteht ein zunehmender Hohlrücken, der zusätzlich die Druckbelastung erhöht. "Die Folge sind tiefliegende Rückenschmerzen, die gürtelförmig ausstrahlen können", sagt Kubosch.
2. Im mittleren Rückenbereich
Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS-Syndrom) haben vielfältige Ursachen. Sie reichen von Wirbelgelenkblockaden und -frakturen über Bandscheibenvorfälle bis hin zu Osteoporose.
3. Im oberen Rückenbereich
Oft seien solche Schmerzen Folge einer falschen Körperhaltung und strahlten nicht selten in Arme und Schultern aus, erklärt Kubosch.
In selteneren Fällen ist die Halswirbelsäule (HWS) betroffen. Häufig strahlen die Schmerzen dann in die Schultern oder in den Kopf aus. "Patienten berichten dann oft über Schwindel", so der Mediziner.
Gut zu wissen: Auch Verspannungen oder Fehlstellungen des Kiefers können Schmerzen im oberen Rücken auslösen.
ILLUSTRATION - Fühlt sich beim Aufwachen der Rücken steif und unbeweglich an? Daran könnte die nächtliche Bauchlage schuld sein. (zu dpa: «Rückenschmerzen? Diese Schlafposition ist ungünstig») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++





