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Schwanger? Fakten über Ultraschalluntersuchungen

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Viele werdende Mütter freuen sich auf die Ultraschall-Termine
Juhu, endlich (wieder) das Baby sehen und ein Foto mitnehmen! Viele werdende Mütter - und auch Väter - freuen sich auf die Ultraschall-Termine in der Frauenarztpraxis. Was aber gleichzeitig mitschwingt, ist eine gewisse Anspannung: Entwickelt sich das Kind so, wie es soll? Vier Fakten über Ultraschalluntersuchungen für alle die frisch schwanger sind - oder es werden möchten:

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Gesetzlich versicherte Schwangere haben Anspruch auf drei Basis-Ultraschalluntersuchungen. Auch private Krankenkassen übernehmen die drei Termine in der Regel.

Wann sie genau dran sind - und was dabei passiert:

Was viele Schwangere überrascht: Der erste Schwangerschaftsultraschall wird oft nicht über die Bauchdecke durchgeführt, sondern vaginal.

"Bei der ersten Ultraschalluntersuchung wird die Schwangerschaft bestätigt und die Lage des Embryos beziehungsweise des Fötus in der Gebärmutter geprüft", sagt der Gynäkologe Klaus Doubek.

Die untersuchende Ärztin oder der untersuchende Arzt misst die Scheitel-Steiß-Länge, was dabei hilft, den voraussichtlichen Geburtstermin zu bestimmen. Feststellen lässt sich auch, ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt.

Hier können sich schwangere Frauen zwischen zwei Alternativen entscheiden: der Basis-Ultraschalluntersuchung und der erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung.

Bei der Basis-Untersuchung wird die Position der Plazenta geprüft, außerdem werden Größe von Kopf, Bauch und Oberschenkelknochen des Kindes ermittelt.

Die erweiterte Untersuchung geht darüber hinaus. Hier checkt Arzt oder Ärztin etwa auch die Form von Kopf und Hirnkammern, außerdem das Herz und andere Organe. Um diese Untersuchung durchführen zu können, muss er oder sie entsprechend qualifiziert sein. Ist das nicht der Fall, kann man sich an eine andere Frauenarztpraxis überweisen lassen.

Bei der dritten Ultraschalluntersuchung kontrolliert die Ärztin oder der Arzt das Wachstum und die Lage des Kindes. Auch checkt er oder sie die Plazenta sowie die Fruchtwassermenge.

Darüber hinaus kann es bei auffälligen Befunden weitere Ultraschalluntersuchungen geben, so Prof. Ingo Gottschalk, Leiter der Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Sie dienen der Abklärung, ob Krankheiten, Fehlbildungen oder Wachstumsverzögerungen vorliegen.

"Auch wenn es ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei der Schwangerschaft gibt, können weitere Ultraschalluntersuchungen ratsam sein", sagt Klaus Doubek. Zum Beispiel, wenn die Mutter eine Krankheit wie etwa Diabetes hat - oder auch bei Blutungen oder einem verkürzten Gebärmutterhals.

Wird es ein Bub oder ein Mädchen? Eine Frage, die viele Eltern brennend interessiert. Antworten gibt es in der Regel bei der zweiten Basis-Ultraschalluntersuchung. Dann lässt sich das Geschlecht des Kindes meist verlässlich feststellen.

Wichtig zu wissen: "Werdende Eltern haben auch ein Recht auf Nichtwissen", sagt Klaus Doubek. Das heißt: Sie entscheiden, ob der Arzt oder die Ärztin ihnen das Geschlecht des Babys mitteilen soll - oder nicht. Wer diese Info nicht haben möchte, spricht das am besten vorher an.

Vereinfacht gesagt, funktioniert eine Ultraschalluntersuchung so: Ein Gerät schickt Schallwellen, die das menschliche Ohr nicht hören kann, in den Körper. Organe und Gewebe werfen diese Wellen unterschiedlich zurück. Das Ultraschallgerät berechnet aus diesen Signalen ein Bild vom Inneren des Körpers - und von dem Kind, das dort entsteht.

Können die Wellen für das Kind zum Problem werden? "Ultraschalluntersuchungen schaden dem Kind nicht, das ist wissenschaftlich erwiesen", sagt Prof. Ingo Gottschalk. Denn: Die Untersuchungen sind frei von ionisierender Strahlung, die Zellen und Erbgut schädigen kann - wie etwa Röntgenstrahlung.

"Die Untersuchungen sind sicher und unverzichtbar", sagt auch Gynäkologe Klaus Doubek über den Ultraschall. Sie seien eine seit über 50 Jahren weltweit bewährte Methode im Zuge der Schwangeren-Vorsorge.

Um etwa bei Risikoschwangerschaften Erkenntnisse über die Durchblutung der Gefäße von Kind und Mutter zu gewinnen, kommt eine besondere Ultraschall-Methode zum Einsatz: der Doppler-Ultraschall. Hier kann es zu einer leichten Erwärmung des Fruchtwassers kommen. "Sie ist aber minimal und nicht schädlich für das Kind", so Gottschalk.

ARCHIV - Wächst das Baby so, wie es soll? Darauf liefern die drei Basis-Ultraschalltermine in der Schwangerschaft Antworten. (zu dpa: «Schwanger? 4 Fakten über Ultraschalluntersuchungen») Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

ILLUSTRATION - Verbindung zum Baby: Ultraschall-Untersuchungen geben den werdenden Eltern das Gefühl, ihren Nachwuchs besser kennenzulernen. (zu dpa: «Schwanger? 4 Fakten über Ultraschalluntersuchungen») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

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