ABO

Welche Kinderkrankheiten auch Erwachsene treffen

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Masern sind für Erwachsene am gefährlichsten
©APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose
Der Begriff Kinderkrankheiten ist ein wenig irreführend. Man könnte denken: Betrifft nur Kinder, Erwachsene sind fein raus. Doch das ist ein Trugschluss. Scharlach, Ringelröteln, Windpocken, Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Co. treffen zwar vorwiegend Kinder. Sie können aber auch Mütter und Väter, Omas und Opas, Onkel und Tanten erwischen. Die fühlen sich dann oft sogar noch viel kränker als die Kleinen.

von

Medizinerinnen und Mediziner haben dafür einen möglichen Grund ausgemacht: Das Immunsystem von Erwachsenen ist schon viel besser trainiert und reagiert deshalb heftiger auf Infektionen. Kinderkram sind Kinderkrankheiten jedenfalls nicht. Sie können teils gefährliche Folgen haben.

Das ist nicht leicht zu beantworten. Was schon daran liegt, dass der Begriff Kinderkrankheit selbst nicht klar definiert ist.

Ob man die Infektion schon einmal durchgemacht hat und ausreichend Antikörper in sich trägt, lässt sich über einen Bluttest ermitteln. Wer keinen Immunschutz hat, sollte Kindergärten und Schulen meiden, sofern dort Ringelröteln-Fälle aufgetreten sind.

Stress etwa kann dazu beitragen, dass die im Körper sitzenden Varizella-Zoster-Virenim Erwachsenenalter reaktiviert werden und Gürtelrose auslösen.

Gegen viele der genannten Infektionen gibt es Impfungen. Wer sich unsicher ist, wie es um seinen Impfstatus bestellt ist, sollte seinen Impfausweis zum nächsten Termin bei der Hausärztin oder dem Hausarzt mitnehmen und das prüfen lassen.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER