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Typisch für diese Art von Schuhen ist eine dünne, flexible Sohle und vergleichsweise viel Freiraum für die Zehen. Außerdem verzichten Barfußschuhe auf eine sogenannte Sprengung, also auf einen Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß. "Dadurch wird die natürliche Fußbewegung weniger beeinflusst und die Fußmuskulatur wird stärker gefordert", so Mellany Galla, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie. Das kann - wie regelmäßiges Barfußlaufen an sich - der Fußgesundheit guttun, weil die vielen, kleinen Muskeln im Fuß dadurch gestärkt werden.
"Für Menschen ohne relevante Fußbeschwerden können Barfußschuhe eine Möglichkeit sein, die Fußfunktion gezielt zu trainieren. Ein genereller gesundheitlicher Vorteil für alle Menschen lässt sich wissenschaftlich jedoch nicht ableiten", so die Fachärztin mit Schwerpunkt auf Sprunggelenk- und Fußchirurgie.
Fußform, Trainingszustand, Körpergewicht, mögliche Vorerkrankungen am Fuß oder Sprunggelenk - von all diesen Faktoren hängt ab, ob und wie sehr ein Fuß von Barfußschuhen profitieren kann. Im Zweifel gilt: das Thema mit Orthopäde oder Orthopädin besprechen.
In einigen Fällen ist Vorsicht angesagt, dann ist die Rücksprache mit Arzt oder Ärztin ein Muss. Das gilt bei:
Sie haben sich Barfußschuhe zugelegt? Dann sollten Sie sich zum Einlaufen lieber nicht die allergrößten Spaziergänge vornehmen, um Ihre Füße nicht zu überlasten.
Mellany Galla rät, mit einer vergleichsweise kurzen Tragedauer von 30 bis 60 Minuten am Tag einzusteigen und sich in den folgenden Wochen langsam zu steigern. "Beim Wechsel zu Barfußschuhen müssen die Strukturen rund um Fuß und Sprunggelenk wie die Achillessehne, die Plantarfaszie und die kleinen Fußmuskeln deutlich mehr arbeiten."
Viele erleben beim Umstieg auf Barfußschuhe Spannungsgefühle unter der Fußsohle oder im Bereich der Achillessehne, auch Muskelkater in Waden und Füßen ist typisch. "Sollte man merken, dass Barfußschuhe stärkere Schmerzen verursachen, sollte man sie nicht weitertragen, ohne sich orthopädischen Rat einzuholen", rät Mellany Galla.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Klaus-Dietmar Gabbert/Klaus-Dietmar Gabbert






