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Gedächtniskonsolidierung nennen das Schlafexperten, zu denen auch Kinderarzt und Schlafmediziner Alfred Wiater gehört. "Im Schlaf verknüpfen sich die Nervenzellen im Gehirn miteinander", sagt Wiater. "Die neuronale Netzwerkdichte entwickelt sich intensiv in den ersten Lebensjahren, um im späteren Leben wieder ausgedünnt zu werden." So erkläre sich die maximale Lernaffinität im Kindesalter.
Nicht nur der Intellekt wächst im Schlaf, sondern auch der Körper. "Schließlich findet im Tiefschlaf die Wachstumshormonausschüttung statt." Etwa eine Stunde nach dem Einschlafen kommen Kinder in diese Schlafphase. Dann findet sich die größte Hormonmenge im Blut.
Schlafen dient der Gesundheit auch unmittelbar: "Bei gutem Schlaf funktioniert das Immunsystem besser", sagt Mirja Quante. Gegen Erkältungskrankheiten sind Kinder also besser gewappnet. Schon der Volksmund spricht davon, "sich gesund zu schlafen".
Um den individuellen Schlafbedarf zu ermitteln, empfiehlt Schlafmedizinerin Quante, Ferien- oder Urlaubstage zu nutzen, in denen das Zeitkorsett des Alltags wegfällt: "Dokumentieren Sie die Schlafzeiten in einem Schlaftagebuch, wenn die Kinder so schlafen können, wie sie wollen."
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Mascha Brichta/Mascha Brichta
