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Ab wann spricht man bei Kindern von Schlafstörungen?

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Langfristiger Schlafmangel kann zu Folgeerkrankungen führen
©APA/APA/dpa-tmn/Mascha Brichta/Mascha Brichta
Sowohl Ein- und Durchschlafprobleme (Insomnien) als auch Parasomnien - also Sprechen im Schlaf, Schlafwandeln oder nächtliches Hochschrecken - sind zwar nicht gerade angenehm, aber ganz normal. Parasomnien sogar bis ins Alter von 13 Jahren. Sie sind oft vorübergehender Natur. "Es wächst sich vieles raus", sagt Schlafexpertin Mirja Quante.

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Aber eben nicht immer. So können sich Ein- und Durchschlafprobleme, die vor allem im Säuglingsalter oft vorkommen, chronifizieren. Erst dann spricht man nicht mehr von Schlafproblemen, sondern Schlafstörungen - bei denen Sie ärztlichen Rat einholen sollten. Denn langfristiger Schlafmangel kann nach Angaben von Kinderarzt Alfred Wiater zu Folgeerkrankungen vergleichbar mit denen bei Erwachsenen führen

Auch Wachstumsstörungen seien möglich, sagt Wiater. Auslöser könnten dauerhaft atmungsbezogene Schlafstörungen sein, also kurze Atemaussetzer mit Schnarchen. Sie stören den Tiefschlaf, lassen den Sauerstoffgehalt im Blut sinken und bremsen dadurch die Ausschüttung der Wachstumshormone.

Laut Expertinnen und Experten liegt bei Kindern ab einem halben Jahr eine Einschlafstörung vor, wenn Folgendes regelmäßig vorkommt:

Eine Durchschlafstörung besteht demnach, wenn Ihr Kind ab diesem Alter regelmäßig

Bevor Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, können Sie es mit Schlafhygiene versuchen. Hinter dem Begriff verbergen sich ein paar leicht umzusetzende Maßnahmen:

Auch zu Hause zu rauchen, ist keine gute Idee. Der Zusammenhang von Nikotinbelastung und plötzlichem Kindstod bei Babys ist seit Jahren bekannt und mehrfach belegt. Auch kann Zigarettenrauch die Schlafphasen und den Tiefschlaf Ihres Kindes verkürzen.

Bleiben die Schlafprobleme trotz guter Schlafhygiene über einen Beobachtungszeitraum von zwei oder drei Monaten bestehen, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden, empfiehlt Quante. Erste Anlaufstelle ist der Haus- oder Kinderarzt. Liegen nächtliche Atembeschwerden vor, wird Sie dieser an einen HNO-Experten oder an ein Schlaflabor überweisen, wo Ihr Kind während des Schlafs überwacht wird.

Schlafprobleme in den Wochen nach der Geburt werden oft durch die sogenannten Dreimonatskoliken verursacht. Mediziner bezeichnen diese als Regulationsstörungen im Säuglingsalter, bei denen Blähungen und Darmkoliken meist zu heftigen Bauchschmerzen führen. Betroffene Babys schreien oft bis tief in die Nacht hinein. Laut Fachmann Wiater besteht bei betroffenen Säuglingen schon nach einem Monat Handlungsbedarf.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Mascha Brichta/Mascha Brichta

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