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"Damit der Wein nicht seinen Charakter und seine Typizität verliert, kann man beispielsweise Weintrauben nutzen. Man lässt sie einfach im Eisfach gefrieren. Wenn sie dann gebraucht werden, kommen sie ins Weinglas", schlägt Büscher vor. Der Trauben-Kühltrick ist für ihn nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Hingucker.
Trauben bestehen zum überwiegenden Teil aus Wasser. "Aber das Tolle daran ist: Es bleibt in der Beere. Wenn sie getaut ist, kann man sie aus dem Glas fischen oder auch einfach aufessen, quasi wie bei einer Bowle", sagt Büscher.
"Eine Eiswürfelform kann man auch mit Wein befüllen und gut durchfrieren lassen", stellt der Weinexperte eine weitere Idee vor. Die eisigen Wein-Würfel könnte man sowohl aus Weiß- als auch aus Rot- oder Roséwein auf Vorrat herstellen und sie dann jeweils zum passenden Tropfen mit ins Glas füllen.
Natürlich wäre es perfekt, wenn man da die gleiche Rebsorte erwischt. Wenn nicht, wäre das für Büscher aber auch kein Problem: "Dann verpassen die Riesling-Würfel dem Grauburgunder einfach ein bisschen mehr Frische oder die Grauburgunder-Würfel dem Riesling etwas Schmelz."
Die Eiswürfel aus Wein kann man aber auch noch für mehr nutzen. "Sie sind auch genial als Zutat für die Küche. Wenn man etwa eine Weinsauce zubereiten, aber keine ganze Flasche öffnen möchte, nimmt man einfach einen Weinwürfel aus dem Eisfach", erklärt Ernst Büscher einen weiteren Vorzug.
Die eingefrorenen Eiswürfel aufgetaut allein als Eiswürfelwein zu trinken, sei laut Büscher aber keine gute Idee: "Weißwein hat auch immer ein bisschen Kohlensäure. Die geht aber beim Einfrieren verloren. Der Wein würde dann ein bisschen schal oder abgestanden schmecken."
Noch ein extra Tipp für die Zubereitung:
Ein Alkoholgemisch gefriert nicht so zu einem harten Block wie reines Wasser. Da das Wasser zuerst gefriert und der Alkohol nicht fest wird, hat das Ergebnis eine eher weichere, porösere Kristallstruktur. Damit die Würfel beim Herausholen nicht bröseln oder splittern, sollte man für die Weineiswürfel lieber flexible Silikonformen als starre Eiswürfelbehälter verwenden.
Wem die Eis-Trauben oder der Wein in Eiswürfelform nicht so zusagen, kann sich auch mit sogenannten Kühlsteinen oder Edelstein-Cubes ausstatten, die ebenfalls keinen Drink verwässern. "Sie sind eigentlich für hochwertige Spirituosen wie Whisky gedacht, sind aber durchaus auch eine etwas schickere und stylishe Kühlvariante für den Wein", sagt Büscher.
Wen das Klackern nicht stört, kann die Edelstahlwürfel beliebig oft wiederverwenden. Dafür werden sie einfach abgespült und für ein paar Stunden wieder eingefroren.
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