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Beim sogenannten Paukenerguss handelt es sich um Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, meist in beiden Ohren. Insbesondere bei kleinen Kindern kommt ein solcher Paukenerguss relativ häufig vor. Oft spielen bei dem Verschluss Schleimhautschwellungen, Mittelohrentzündungen, häufige Infekte oder vergrößerte Rachenmandeln eine Rolle.
Da betroffene Kinder oft keine akuten Schmerzen haben, ist es für Eltern gar nicht so einfach, dem Paukenerguss auf die Spur zu kommen. Eltern sollten aber gerade dann aufmerksam werden, wenn das Kind etwa unaufmerksam wirkt, häufig nachfragt oder selbst lauter spricht. Und auch die Sprachentwicklung bei Kleinkindern kann betroffen sein.
Zur Abklärung geht es für Eltern und Kind in die Kinderarztpraxis, unter Umständen erfolgt dann eine Überweisung zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Stellt der HNO einen Paukenerguss fest, wird in der Regel zunächst aufmerksam abgewartet und regelmäßig kontrolliert. Ein Paukenerguss kann sich auch von selbst wieder auflösen.
Unterstützend kommen - auch abhängig vom Alter des Kindes - bestimmte Maßnahmen infrage: Dazu zählen Katharina Geißler zufolge etwa Wärme aufs Ohr, kortisonhaltiges Nasenspray oder Ballons aus der Apotheke. Beim Aufblasen mit der Nase soll sich damit die Ohrtrompete öffnen.
Bleibt der Erguss aber über einen längeren Zeitraum bestehen, kann eine kleine Operation notwendig sein. Dabei werden die vergrößerten Rachenmandeln des Kindes entfernt, über einen Trommelfellschnitt die Flüssigkeit aus der Paukenhöhle abgesaugt und manchmal Paukenröhrchen ins Trommelfell eingelegt. Die sollen weitere Flüssigkeitsansammlungen verhindern.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose
