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Die Forschenden des Instituts für Onkologieforschung (IOR) identifizierten die Androgenentzugstherapie, eine gängigen Hormonbehandlung bei Prostatakrebs, als Auslöser für diese Wanderung. Im Tumor aktivierte der Pilz daraufhin bestimmte Immunzellen, welche die körpereigene Abwehr unterdrückten und so das Krebswachstum begünstigten. Dies führte zu einer Resistenz gegen die Krebstherapie. Über diese Erkenntnisse berichteten die Forscherinnen und Forscher in einer Studie im Fachmagazin "Nature Cancer".
In Versuchen mit Mäusen konnten die Forschenden die negativen Effekte des Pilzes reduzieren. Durch die orale Verabreichung eines speziellen Hydrogels wurde die Wanderung des Pilzes vom Darm zum Tumor blockiert. Dies führte zu einer geringeren Infiltration von immunsuppressiven Zellen im Tumor und verlangsamte das Tumorwachstum.
Weitere Studien mit größeren Patientengruppen seien nun erforderlich. Damit soll geklärt werden, wie häufig dieser Mechanismus bei Patienten auftritt und ob neue Behandlungsansätze daraus entwickelt werden können.
(S E R V I C E - Fachartikelnummer DOI: 10.1038/s43018-026-01229-9)
Pflanzenproben werden unter einem Mikroskop untersucht; aufgenommen am Freitag, 20. Mai 2022, im Rahmen der Langen Nacht der Forschung in Wien.
