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Bei der Ausrüstung seien vor allem Konstruktion, Luftführung und Passform entscheidend. Preis und Design sagten hingegen wenig über die Sicherheit des Equipments aus, so die Expertinnen und Experten. Grundsätzlich gibt es zwei Schnorchel-Systeme: die klassische Kombination aus Tauchmaske und separatem Schnorchel und die Vollgesicht-Schnorchelmaske.
Das Benutzen des Mundstücks bei der klassischen Ausrüstung kann für jüngere Kinder anstrengend sein. Mit Vollgesicht-Schnorchelmasken, die das gesamte Gesicht umschließen und ein großes, durchgehendes Sichtfeld bieten, können Kinder natürlich durch Mund und Nase ein- und ausatmen. Aus Sicht der Expertinnen und Experten erleichtert das den Einstieg ins Schnorcheln erheblich. Nach Einschätzung des TÜV-Verbands ist keines der beiden Systeme grundsätzlich gefährlicher als das andere. Entscheidend sei, dass die Ausrüstung zum Einsatzzweck und zur Person passt, gut verarbeitet ist und richtig verwendet wird.
Obwohl prinzipiell an der Wasseroberfläche geschnorchelt wird mit eingetauchtem Gesicht und dem Schnorchel über Wasser zum Atmen, tauchen Kinder gerne kurz unter die Oberfläche. Bei einer klassischen Tauchmaske und einem separaten Schnorchel ist das auch kein Problem: Man hält einfach kurz die Luft an. Nach dem Auftauchen kann eingedrungenes Wasser dann aus dem Schnorchel ausgeblasen werden, bevor weitergeatmet wird. Die Tauchmaske kann sogar ohne Schnorchel genutzt werden.
Mit einer Vollgesichtsmaske ist selbst kurzes Abtauchen jedoch gefährlich und sollte unbedingt unterbleiben. Das Problem: Ein Druckausgleich über die Nase ist hier nicht möglich. Schon in geringer Tiefe könnten schmerzhafte Druckunterschiede sowie Verletzungen an Augen oder Ohren entstehen, warnt der TÜV-Verband.
Kinder haben ein geringeres Atemvolumen als Erwachsene, weshalb eine exakte Passform für sie besonders wichtig ist. Sitzt die Maske schlecht, kann einströmendes Wasser zu Unsicherheit oder Panik führen. Wenn möglich, sollte die Maske vor dem Kauf anprobiert werden. Dabei empfiehlt der Verband, die Maske ohne die Bänder leicht ans Gesicht zu drücken und leicht einzuatmen: Sie sollte dann halten, ohne abzufallen. Haare sollten nicht unter dem Silikonrand liegen, da sie die Abdichtung stören. Dichtränder und Mundstücke sollten aus weichem, elastischem Material bestehen, geruchsneutral sein und keine scharfen Kanten aufweisen. Eltern sollten die Größenangaben des Herstellers beachten und nur altersgerechte Modelle kaufen.
Für Kinder gilt beim Schnorchel eine eigene Normvorgabe: Der Abstand zwischen Mundstück und Lufteinlass darf maximal 35 Zentimeter betragen (bei Erwachsenen: 38 cm). Ein zu langer oder zu enger Schnorchel erhöht den Atemwiderstand oder führt dazu, dass ausgeatmete, sauerstoffarme Luft wieder eingeatmet wird, was die körperliche Belastung erhöht. Ein oberes Schnorchelende in leuchtender Signalfarbe verbessert die Sichtbarkeit im Wasser und hilft dabei, dass Kinder von Booten und anderen Wassersportlern rechtzeitig erkannt werden. Für Anfänger im Allgemeinen und insbesondere für Kinder empfiehlt sich zudem ein Schnorchel mit sogenanntem Dry-Top-System oder automatisch schließendem Ventil, die das Eindringen von Wasser in den Schnorchel verringern oder verhindern sollen.
Für Vollgesichtsschnorchelmasken existiert bisher keine harmonisierte europäische Produktnorm, erklärt der TÜV-Verband. Eltern sollten daher besonders auf vollständige Herstellerangaben, verständliche Sicherheitshinweise und eine nachvollziehbare Beschreibung des Belüftungssystems achten. Denn bei Vollgesichtsschnorchelmasken müssen Frischluft und Ausatemluft über getrennte Luftkanäle geführt werden. Ist das nicht der Fall, sammelt sich unter Umständen CO2-reiche Atemluft in der Maske an, so die Expertinnen und Experten. Folgen könnten Schwindel, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden sein. Im Extremfall drohe sogar Bewusstlosigkeit. Treten solche Symptome auf, sollte man die Maske sofort abnehmen und das Wasser verlassen.
Diese Verhaltensregeln und Tipps sollten Eltern beachten und nach Angaben des TÜV-Verbandes gezielt mit ihren Kindern absprechen:
Die Ausrüstung sollte pfleglich behandelt werden. Denn schon die ganz normale Nutzung setzt ihr mitunter zu: Salzwasser, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Sonnencreme können die Materialien spröde machen oder Dichtungen beschädigen. Sand und Salzablagerungen können Ventile oder Luftkanäle blockieren. Deshalb gilt den Experten zufolge:
ILLUSTRATION - Sichere Ausrüstung wählen: Kinder benötigen Schnorchel und Masken, die perfekt passen und den Sicherheitsnormen entsprechen. (zu dpa: «Niemals ohne Aufsicht: So schnorcheln Kinder sicher») Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
