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Der Zyklus kann sich aber auch deutlich früher oder später final verabschieden. Bereits mit einigen Jahren Vorlauf setzen die hormonellen Umstellungen der Prämenopause, später der Perimenopause, ein.
Einen Anhaltspunkt, wann es bei einem selbst so weit sein könnte, gibt es tatsächlich. Denn Mütter und Töchter kommen oft in ähnlichem Alter in die Wechseljahre. "Für die persönliche Einschätzung ist die Menopause der Mutter also ein brauchbarer Richtwert, besonders wenn die Mutter sehr früh oder sehr spät in die Wechseljahre kam", sagt die Gynäkologin Wibke Cornelius. "Der Wert ist aber nur eine Wahrscheinlichkeit, keine feste Vorhersage."
Wann eine Frau in die Wechseljahre kommt, bestimmen vor allem die Gene. Das heißt auch: "Der Beginn der Wechseljahre lässt sich nicht gezielt steuern", sagt Cornelius. Es gibt allerdings Faktoren, die den Zeitpunkt der Wechseljahre leicht vorziehen können, "allerdings um höchstens ein bis zwei Jahre", sagt Wibke Cornelius. Dazu zählen:
Etwa ein Prozent der Frauen kommt vorzeitig in die Wechseljahre. Davon sprechen Ärztinnen und Ärzte wie Wibke Cornelius, "wenn die Funktion der Eierstöcke vor dem 40. Lebensjahr erlischt". Betroffene Frauen haben dann keine Regelblutungen mehr.
Das kann eine große Belastung sein, wenn Frauen einen Kinderwunsch, den sie jetzt nicht mehr umsetzen können, ziehen lassen müssen. 0,3 Prozent der Frauen erleben ihren letzten Zyklus vor dem 35. Lebensjahr.
Auch wenn viele Betroffene die Frage "Warum ich?" quält: "In vielen Fällen von vorzeitigen Wechseljahren lässt sich die zugrunde liegende Ursache nicht genau feststellen", sagt Cornelius. Auch hier sind vor allem die Gene im Spiel.
"Einen Einfluss hat außerdem, welchen Belastungen – Rauchen, schädigende Medikamente, Bestrahlung, Mangelernährung – die Mutter der Frau während der Schwangerschaft ausgesetzt war", sagt Wibke Cornelius. Der Grund: Der Eizellvorrat legt sich bereits im weiblichen Embryo an. Startet man mit einer vergleichsweise geringen Anzahl an Eizellen ins Leben, ist dieser Vorrat früher aufgebraucht.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Zacharie Scheurer/Zacharie Scheurer
