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Hilfe für Eltern kranker Kinder: Wo es Unterstützung gibt

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Das eigene Kind im Falle einer Erkrankung über längere Zeit zu pflegen, kann für Eltern eine große Herausforderung sein – psychischer, physischer und finanzieller Natur. Glücklicherweise gibt es Hilfe für Eltern erkrankter Kinder. Gezielte Angebote unterstützen bei der Bewältigung des Alltags, ermöglichen eine Auszeit oder entlasten finanziell.

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Pause für pflegende Angehörige

Eltern, die ihre Kinder pflegen, möchten rund um die Uhr für sie da sein können. Auf Dauer schlittern sie damit aber in ein Burnout; damit ist niemandem geholfen. Für pflegende Angehörige gibt es daher mehrere Hilfsangebote, die kurzfristig für eine entlastende Pause sorgen können:

  • Kurzzeitpflege: Eltern können die Pflegetätigkeit vorübergehend einer stationären Betreuungseinrichtung übergeben. Die Aufenthalte können zwischen 4 und 28 Tage, aber maximal 6 Wochen bzw. je nach Bundesland 90 Tage pro Jahr betragen

  • Urlaubspflege: Die besondere Form der Kurzzeitpflege ist dafür gedacht, dass pflegende Angehörige eine Auszeit zu Erholungszwecken bekommen

  • Ersatzpflege: Statt der Hauptpflegeperson übernehmen professionelle Pflegekräfte oder Bekannte/Freunde die Pflege

Finanzielle Unterstützung für Ersatzpflege kann bei der Landesstelle des Sozialministeriums beantragt werden. Informationen zu Voraussetzungen und Höhe der finanziellen Unterstützung finden Sie hier. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch für Kurzzeitpflege in einer Einrichtung einen Zuschuss beantragen. Anträge muss man im gewählten Pflegeheim einreichen.

Hilfe im Akutfall

Unterstützung für Familien mit chronisch kranken Kindern

Oft kann auch ein Tapetenwechsel für neue Kraft sorgen. Fernab vom Alltag, mit vielen neuen Eindrücken und genügend Zeit, um sich auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren, sind Aufenthalte in der Kinderburg Rappottenstein in Niederösterreich zum Beispiel eine wertvolle Erfahrung für Familien mit chronisch kranken Kindern. Das Angebot steht auch Familien zur Verfügung, die den Tod eines Kindes oder Elternteils bewältigen müssen. Individuelle Betreuung, viel Freiraum und familiäre Atmosphäre erwarten die Besuchenden. Das Ansuchen für einen Aufenthalt auf der Kinderburg kann online gestellt werden.

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Niederschwellige Beratung und mobile Unterstützung

Besonders einfachen und unkomplizierten Zugang erhalten pflegende Angehörige über die Chatberatung der Caritas. Sie ist kostenlos, anonym und unverbindlich. Erfahrenes Beratungspersonal nimmt sich Zeit für alle Anliegen. Egal, ob es um konkrete Fragen zur Pflegesituation oder zu Entlastungs- und Unterstützungsangeboten geht. Das ego4you Mental Coaching der Merkur Versicherung bietet in Zusammenarbeit mit Instahelp kostenlose psychologische Beratungseinheiten und Zugang zu Ressourcen, die dabei helfen, im Alltag wieder durchzuatmen.

Familien, die Hilfe in den eigenen vier Wänden benötigen, können sich an MOKI Österreich wenden. Der mobile Dienst für schwer- und chronisch kranke Kinder schickt Pflegekräfte zu den Familien nach Hause. So erfolgt Unterstützung in vertrauter Umgebung. Das Hilfswerk und die Caritas Familienhilfe sind zur Stelle, wenn es darum geht, im Alltag nach Spitalsaufenthalten oder bei leichten Erkrankungen zu helfen. Weil die konkrete Unterstützung und Förderung der Heimpflege Ländersache sind, gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern. In Salzburg ist kikra der führende Dienst in Sachen mobiler Pflege, in Tirol curaplus der Spezialist für Intensiv- und Heimpflege, während sich connexia in Vorarlberg um die Organisation von Pflege kümmert.

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