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Grippeimpfung 2026: 868.000 Dosen kommen später, wer sich jetzt schon impfen lassen kann

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Impfung mit Spritze und Impfstoff
Foto: Pixabay/KitzD66 (Symbolbild)©KitzD66, Pixabay

Rund 868.000 Dosen Grippeimpfstoff werden in Österreich verspätet ausgeliefert. Für Kinder, ältere Menschen und Risikogruppen ist der Impfstoff aber schon da. Wann der Rest kommt, wo die Impfung gratis ist und warum Fachleute trotzdem zum rechtzeitigen Impfen raten.

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868.000 Dosen verspätet

Zum Start der Impfsaison stockt in Österreich die Lieferung von Grippeimpfstoff. Rund 868.000 Dosen des Influenza-Impfstoffs Influvac kommen später als geplant. Das Gesundheitsministerium nennt als Grund Produktionsprobleme und unzuverlässige internationale Lieferketten. Gleichzeitig gibt das Ministerium Entwarnung: Kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, soll der Schutz der Bevölkerung rechtzeitig aufgebaut werden können.

Insgesamt hat Österreich für die Saison 2026/27 fast 1,7 Millionen Dosen kostenlosen Grippeimpfstoff bestellt, rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Davon sind laut Ministerium rund 259.000 Dosen für Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 18 Jahren vorgesehen und rund 538.000 Dosen für ältere Menschen.

Wer sich jetzt schon impfen lassen kann

Wer zu den besonders gefährdeten Gruppen gehört, muss nicht warten. Bereits ausgeliefert wird laut Ministerium der Nasenspray-Impfstoff für Kinder und Jugendliche von zwei bis 18 Jahren sowie Impfstoff für ältere Menschen und bestimmte Risikogruppen.

Impfstoff für Babys ab sechs Monaten, Schwangere und Menschen, die mit Neugeborenen in einem Haushalt leben, soll in den Kalenderwochen 43 und 44 in ausreichender Menge verfügbar sein, also zwischen 19. Oktober und 1. November. Alle ausstehenden Mengen sollen bis Mitte November geliefert sein. Bis dahin sollen Ärztinnen und Ärzte vorrangig ältere und chronisch kranke Menschen, Schwangere und andere Risikopatientinnen und Risikopatienten impfen.

Warum der Zeitpunkt trotzdem passt

Empfohlen wird die Grippeimpfung laut der Plattform impfen.gv.at ab Mitte Oktober oder im November, sie ist aber auch später und während der Grippesaison noch sinnvoll. Wann die Grippewelle heuer beginnt, ist offen. „Wir wissen nicht, wann die Saison genau beginnt“, sagt Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium.

Kritik am System kommt von der Ärztekammer. Rudolf Schmitzberger von der Österreichischen Ärztekammer spricht von anhaltenden Unzulänglichkeiten beim öffentlichen Impfprogramm, etwa bei der Bestellung von Impfstoffen über den sogenannten E-Impfshop.

Wo die Grippeimpfung gratis ist

Die Influenza-Impfung ist im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms von Bund, Ländern und Sozialversicherung für alle ab sechs Monaten kostenlos. Geimpft wird bei teilnehmenden Hausärztinnen und Hausärzten sowie Kinderärztinnen und Kinderärzten, bei betrieblichen Impfaktionen, in Pflegeheimen und je nach Bundesland auch bei Bezirkshauptmannschaften und Magistraten. In Wien bieten auch Gesundheitszentren der ÖGK und der Impfservice der Stadt die Impfung an. Eine Terminvereinbarung vorab ist ratsam. Fragen beantwortet die Grippeimpf-Hotline unter 05 0766-501510.

Bei der Impfbereitschaft hat Österreich Aufholbedarf. In der Saison 2025/26 lag die Durchimpfungsrate laut Ministerium bei rund 13 Prozent, bei Menschen über 65 Jahren bei rund 24 Prozent. Langfristig sollen 75 Prozent der älteren Menschen und Risikogruppen gegen Grippe geimpft sein.

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