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Der Kürbis (Cucurbita) gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Genauso wie:
Botanisch gesehen ist die Frucht der Kürbispflanze eine Beere. "Genau genommen sind es Panzerbeeren", erklärt Kürbisexpertin Marlene Prinz. Denn anders als zum Beispiel bei der Ribisel ist die Außenschicht beim Kürbis hart. Erdbeeren oder Himbeeren bezeichnen wir umgangssprachlich oft als Beeren - doch aus Sicht eines Botanikers gehören sie nicht dazu. Erdbeeren sind nämlich Sammelnussfrüchte und Himbeeren Sammelsteinfrüchte. Verglichen mit allen echten und sogenannten Beeren ist der Kürbis somit die größte Beere der Welt.
Kürbisse gibt es schon ziemlich lange. Historische Fundstellen von Kürbispflanzen liegen in Mittel- und Südamerika. Ein Forscherteam um den Paläo-Geoökologen Umberto Lombardo datiert den Anbau von Kürbis (Cucurbita sp.) im südwestlichen Amazonasgebiet etwa auf 250 v. Chr.. Die Speisepflanzen zählen daher zu den ältesten der Erde.
Arten wie der Garten- oder Sommerkürbis sind vor mehreren tausend Jahren in Mexiko aufgetaucht. "Das geht auf genetische Analysen und Ausgrabungen zurück, bei denen man Samen gefunden hat", so Prinz. Der Wildvorfahre der Riesenkürbisse wiederum wuchs vermutlich bereits vor 4.000 Jahren in Argentinien. Mit den Seefahrern gelangte der Kürbis in alle Winkel der Welt - und kam so auch nach Europa.
Die Zahl der Kürbissorten ist unbekannt. Geschätzt sind es mehrere Hundert. Die meisten sind essbar und tragen so klingende Namen wie:
Kürbisse haben verschiedene Formen und Farben:
Der bekannteste Kürbis weltweit ist der Butternut-Kürbis. Im Vergleich zum eher kugeligen, leuchtend orangen Hokkaido ist der Butternut wesentlich blasser und länglich bis birnenförmig. Von der Fruchtfleischbeschaffenheit sind sich beide recht ähnlich. Mit beiden können Sie zum Beispiel sämige Cremesuppen kochen. Beim Hokkaido können Sie die Schale mitessen, beim Butternut nicht. Weil die Schale einen dicken Wachsüberzug hat, ist der Butternut mit bis zu zwölf Monaten dafür deutlich länger haltbar als ein Hokkaido mit zwei bis drei Monaten.
Weltweit wachsen Kürbisse vor allem in warmen Gebieten. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) lag im Jahr 2024 Indien mit etwa einem Drittel der weltweiten Ernte ganz vorne. Ein weiteres Drittel verteilt sich in dieser Reihenfolge auf:
"Der Kürbis sollte nicht angeschlagen sein und keine Macke haben", erklärt Ute Ligges. Sie leitet mit ihrer Familie einen Kürbishof. "Das ist wie beim Apfel: Wenn der eine Beule hat, fängt er an zu faulen." Auch beim Transport sollten Sie den Kürbis also wie ein rohes Ei behandeln: "Sobald er hinfällt, ist natürlich die Haltbarkeit begrenzt." Wenn eine Stelle schon etwas verletzt ist, müsse sie zumindest verholzt sein. Der Stiel sollte noch vorhanden sein, damit der Kürbis noch lagerbar ist. "Der Stiel sollte nicht weich sein, sondern schon ein bisschen angehärtet", erklärt Ligges.
"Ist ein Hokkaido durchgehend rotorange und fest, dann ist er gut", sagt Obst- und Gemüsehofinhaber Stefan Gamb. Ideal für die Lagerung sei es, wenn der Kürbis noch ungewaschen sei. "Wenn man ihn im Geschäft kauft, ist er in der Regel schon gewaschen." Schön und glänzend werde er eher gekauft.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose
