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Um die Prostata zu stimulieren, massiert oder krault man dabei im Darm mit dem Finger leicht in Richtung Bauch. "Dieses Gefühl kann sehr intensiv sein und ist etwas anderes, als wenn der Penis stimuliert wird. Manche Männer mögen das", sagt Merseburger.
Wer das ausprobieren möchte, muss keine Berührungsängste haben. Viel falsch machen könne man nicht, solange man behutsam und nicht zu heftig zu Werke geht, sagt der Urologe.
Da der Anus nicht feucht wird, ist Gleitgel ratsam. Benutzt man seine Finger, sollten die Nägel kurz geschnitten sein, um Kratzverletzungen im Darm zu vermeiden. Alternativ kann man Sextoys als Hilfsmittel nutzen. Haben Männer miteinander Analsex, stimuliert der Penis die Prostata.
Wer sich zunächst nicht so weit traut, kann ausprobieren, wie es ist, den Damm zwischen Penis und Anus zu stimulieren. Auch das reizt die Prostata.
Wichtig ist: Weil sich im Darmbereich unzählige Bakterien tummeln, ist Hygiene bei allen analen Sexpraktiken sehr wichtig. Vorher zu duschen oder zu baden ist eine gute Idee. Und: Hat der Finger nach der Prostata getastet, ist im Anschluss gründliches Händewaschen angesagt.
Ebenfalls gut zu wissen: Eine Prostatamassage kann kurzfristig den PSA-Wert erhöhen. Der Wert ist ein Marker für möglichen Prostatakrebs. "In den Stunden vor einem Urologen-Besuch sollte man also keine Prostatamassage machen", sagt Axel Merseburger. Sonst gibt es womöglich falschen Alarm.
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WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose
