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Menschen zeigen der Medizinerin zufolge mitunter sehr unterschiedliche Reaktionen auf Gelsenstiche. "Bei manchen ist kaum etwas zu sehen, andere reagieren schon nach einem Stich relativ stark mit einem Ödem, also einer Wassereinlagerung." Eine starke Schwellung geht manchmal auch darauf zurück, dass eine Hautpartie von mehreren Gelsenstichen betroffen ist.
Was hilft, wenn Gelsen zugestochen haben und es juckt? Gut, wenn man nun eine kühlende, antiallergische Salbe zur Hand hat, wie Gabriele Groth rät. Sie blockiert die Histaminrezeptoren in der Haut, was den Juckreiz unterbindet.
Alternativ kann man die Stelle auch mit einem - in ein Tuch eingewickelten - Kühlpack kühlen. Nichts davon ist in Griffweite? "Dann schadet auch ein bisschen Spucke auf dem Gelsenstich nicht, die Feuchtigkeit kühlt nämlich auch etwas", sagt die Ärztin.
Probieren kann man es auch mit dem Gegenteil: mit Hitze. Sogenannte Stichheiler geben Hitze ab und werden für wenige Sekunden auf die Haut gedrückt. So sollen Reizstoffe aus dem Insektenspeichel zerfallen, was den Juckreiz unterbinden soll. Die Stiftung Warentest verweist auf eine Studie, wonach das funktioniert, wenn circa 51 Grad Celsius für fünf Sekunden auf die Stichstelle einwirken.
So sehr ein Stich auch juckt: Ihn mit den Fingernägeln zu bearbeiten, ist keine gute Idee, auch wenn der Schmerzreiz des Kratzens den Juckreiz kurz in den Hintergrund treten lässt. "An unseren Händen sitzen immer Bakterien. Kratzt man den Gelsenstich auf, gelangen sie in die Wunde und es kann zu einer Entzündung kommen", sagt Gabriele Groth.
Etwa, wenn auf diesem Weg Streptokokken den Weg in die Haut finden. Der Gelsenstich kann dann mit der Zeit stark anschwellen und von Fieber, Schüttelfrost und einem Krankheitsgefühl begleitet werden. Das sollte man unbedingt abklären lassen.
Generell gilt: Wer beim Anblick seines Gelsenstichs ein mulmiges Gefühl hat, sollte einmal einen Arzt oder eine Ärztin draufschauen lassen. "Wenn ich einen handtellergroßen Gelsenstich habe, der rot und heiß ist, sollte ich damit definitiv zum Arzt gehen", sagt Groth.
Die Medizinerin rät zudem, Gelsenstiche nicht der prallen Sonne auszusetzen - UV-Strahlung bedeutet nämlich eine weitere Reizung der Haut.
Am besten bekommen die Gelsen gar nicht erst Zugang zum Blut-Buffet. Ein guter Anfang ist, den Tieren möglichst wenig Einstichstellen am Körper anzubieten - etwa durch lange Kleidung. Wer es richtig ernst nimmt, steckt sogar die Hosenbeine in die Socken und setzt eine Kopfbedeckung auf, damit auch die Kopfhaut geschützt ist.
Dann gibt es noch Gelsensprays, etwa mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin, die man auf Haut und Kleidung sprühen kann, um die lästigen Insekten auf Abstand zu halten. "Gerade, wenn man viel schwitzt, sollte man die aber mehrmals am Tag aufsprühen", rät Groth. Sonst schützen sie nicht mehr genug.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Zacharie Scheurer/Zacharie Scheurer
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