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Eltern können sich dabei überlegen, ob sie das Zubettbringen abwechselnd übernehmen. Nur zu lang sollte das Einschlafritual nicht werden, eine halbe Stunde ist ein guter Richtwert.
Manche Kinder finden aber kein Ende: "Ich will jetzt noch mal kuscheln" oder "Bitte, bitte nur noch eeeeeine Geschichte" sind typische Forderungen der Kleinen.
Kinderärztin und Schlaflaborleiterin Mirja Quante hat eine Idee für Eltern, um das Ritual harmonisch zu beenden: "Sie können einen Bettpass einführen, also ein Kärtchen basteln, das das Kind wie einen Joker einsetzen kann, um sich noch eine letzte Sache zu wünschen." Das helfe einigen Kindern gut, um sich von den Eltern zu lösen. "Auch beruhigende Musik kann hilfreich sein", ergänzt Schlafmediziner Alfred Wiater.
Wichtig ist, dass Kinder entspannt einschlafen. "Manche brauchen die elterliche Anwesenheit im Schlafraum, bis sie eingeschlafen sind", sagt Wiater.
Allerdings sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Kind nicht daran gewöhnt, dass es zum Einschlafen Ihren Körperkontakt benötigt. Denn den könnte es dann stets einfordern und zum Beispiel auch nachts ohne Händchenhalten nicht wieder einschlafen. "Es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, das allein zu schaffen", sagt Schlaflaborleiterin Quante.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Anastasiya Amraeva/Anastasiya Amraeva
