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Das sind dreieinhalb Mal mehr Fleisch pro Jahr als empfohlen. Oder, um auf das Schnitzel zurückzukommen: Laut "Vier Pfoten" verdrücken die Österreicherinnen und Österreicher pro Woche statistisch 7,44 Schnitzel, sie sollten aber lediglich 2,1 des Nationalgerichts zu sich nehmen. "Eigentlich müssten angesichts dieser Zahlen alle Alarmglocken schrillen.(...) Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, was dieser Exzess bedeutet: Abgesehen vom enormen Tierleid riskieren wir unsere Gesundheit und gefährden darüber hinaus unsere Umwelt massiv", sagte "Vier Pfoten"-Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.
Die "allgegenwärtigen Rabattaktionen von Fleisch im Lebensmittel-Einzelhandel wirken dabei als 'Brandbeschleuniger'", kritisierte die Tierschutzorganisation. "Wenn tierische Lebensmittel regelrecht verramscht werden, sinkt natürlich das Bewusstsein für ihren Wert. Dass für unsere Nahrung ein Tier gestorben ist, wird dann noch mehr in den Hintergrund gedrängt. Außerdem steigt der Preisdruck umso mehr, was langfristig zu einer Verschlechterung der Haltungsbedingungen der Tiere führt. Daher gilt: Wer billiges Fleisch kauft, zementiert Tierqual", betonte Weissenböck.
"Vier Pfoten" machte auch darauf aufmerksam, dass dieses Konsumverhalten enorme Auswirkungen auf Klima und Umwelt habe. Die landwirtschaftliche Tierhaltung - zum großen Teil die Intensivtierhaltung - verursache weltweit in etwa so viel Treibhausgasemissionen wie der gesamte Verkehrssektor und stelle einen maßgeblichen Verursacher der Klimakrise dar. Auch aus diesem Grund habe die Eat Lancet Kommission die sogenannte Planetendiät vorgeschlagen, die Grundlage des "Meat Exhaustion Day" sei. Der Konsum von Fleisch soll den Empfehlungen zufolge deutlich reduziert werden, die Ernährung pflanzenbasiert sein. Was auch der Gesundheit zugute käme: Laut einer Studie der Harvard Universität würde eine Umstellung des Essverhaltens die frühzeitige Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Eine Umstellung auf diese Ernährungsweise ist aber nicht nur gut für Tiere, Klima und Umwelt, sondern nützt laut einer Studie der Harvard Universität auch der Gesundheit deutlich und kann eine frühzeitige Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent reduzieren. "Vier Pfoten" forderte ein Verbot von Rabattaktionen auf Fleisch sowie eine konsequente Kennzeichnung tierischer Produkte nach Haltungsform und Herkunft, und zwar flächendeckend vom Lebensmitteleinzelhandel bis zur Gastronomie.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/GÜNTER R. ARTINGER/GÜNTER R. ARTINGER





