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Das sind die typischen Kinderkrankheiten

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Eine Erkrankung trainiert sozusagen die körpereigenen Abwehrkräfte
©APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose
Eltern wollen ihre Kinder nach Möglichkeit vor sämtlichen Gefahren bewahren. Doch manche Risiken lassen sich nicht ausschalten: Die Kleinen sind Keimen, Viren und Bakterien ausgesetzt. Das ist kaum zu vermeiden. Dabei ist das Immunsystem der Kinder noch schwach. Es muss erst lernen, mit bestimmten Erregern umzugehen. Daher sind einige Erkrankungen im Kindesalter recht häufig.

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Kinderkrankheiten sind Erkrankungen, die besonders häufig Kinder und Jugendliche betreffen. Das bedeutet aber nicht, dass Erwachsene die Erkrankungen nicht bekommen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schon im Kindesalter auftreten, ist einfach höher. Und das hat einen guten Grund: "Wenn ein Säugling aus der nahezu sterilen Umgebung der Gebärmutter geboren wird, muss er sich innerhalb kurzer Zeit und auch in den Monaten und Jahren danach mit allen Keimen unserer Umgebung auseinandersetzen", sagt Mediziner Burkhard Rodeck.

Das heißt, das Immunsystem des Babys lernt viele Keime erst noch kennen. Es konnte noch keine Antikörper bilden, die die Erreger wirksam bekämpfen. So kann es zum Krankheitsausbruch kommen. "In den meisten Fällen wird durch die Erkrankung und natürlich durch die empfohlenen Routineimpfungen eine Immunität entwickelt, die idealerweise über das ganze Leben wirkt", sagt Rodeck.

Als Erwachsener sollte man deshalb in der Regel von einer erneuten Erkrankung verschont bleiben. Eine Erkrankung trainiert sozusagen die körpereigenen Abwehrkräfte. Wer aber als Kind von einer der typischen Kinderkrankheiten verschont bleibt, kann im Alter sehr wohl noch daran erkranken. Die Krux dabei: Die Erreger können dann schwerere Krankheitsverläufe hervorrufen. Medizinerinnen und Mediziner machen dafür das besser ausgebildete Immunsystem von Erwachsenen verantwortlich. Es reagiert dann heftiger auf Infektionen.

Der Begriff Kinderkrankheit ist nicht eindeutig definiert. Deshalb ist eine Abgrenzung nicht ganz leicht.

Prof. Reinhard Berner ist auf Infektionskrankheiten im Kindesalter spezialisiert. Zu den klassischen Kinderkrankheiten zählt er folgende:

1. Masern

2. Scharlach

3. Röteln

4. Ringelröteln

5. Drei-Tage-Fieber

6. Mumps

7. Windpocken

All diesen Krankheiten ist gemein, dass sie anhand ihres Ausschlags oft eindeutig diagnostiziert werden können. Und mit Ausnahme des Scharlachs hinterlassen sie nach einmaliger Erkrankung in der Regel eine dauerhafte Immunität.

Folgende Krankheiten sind aus Sicht des Mediziners dagegen keine klassischen Kinderkrankheiten:

1. Diphtherie

2. Tetanus

3. Polio (Kinderlähmung)

4. Keuchhusten

Sie gehen ohne Hautausschlag einher, hinterlassen üblicherweise keine dauerhafte Immunität und können Menschen jeden Alters treffen. Sie werden mit Kindern in Verbindung gebracht, weil die Impfungen schon im frühen Lebensalter empfohlen werden.

Auch folgende Krankheiten treffen zwar häufig kleine Kinder, sind aber ebenfalls auszuklammern:

1. Rotaviren

2. RSV

3. Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Auch hier sorgt die Erkrankung nicht für dauerhafte Immunität. Auch Erwachsene können davon betroffen sein.

Verschiedene Kinderkrankheiten rufen unterschiedliche Symptome hervor. Manche müssen behandelt werden, andere nicht. Einige müssen von den behandelnden Ärzten sogar ans Gesundheitsamt gemeldet werden.

Hier kommt eine Übersicht mit den wichtigsten Merkmalen:

Scharlach:

Mumps:

Röteln:

Masern:

Windpocken:

Drei-Tage-Fieber:

Ringelröteln:

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose

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