Joseph Riegler, Johanna Mikl-Leitner und Emil Stoll
©NLK KhittlDas niederösterreichische Familienunternehmen Gebauer & Griller überträgt Automotive-Technologie auf Satellitenanwendungen und investiert rund eine Million Euro in das Projekt „GG goes 2Space“.
Das niederösterreichische Familienunternehmen Gebauer & Griller erweitert sein Geschäftsfeld um Raumfahrttechnologie. Im Rahmen des Projekts „GG goes 2Space“ entwickelt das Unternehmen Datenleitungen für Satellitenanwendungen.
Im Mittelpunkt steht die neue Datenleitung 2Space 251, die auf der im Automotive-Bereich etablierten 2Speed 251 basiert und Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s ermöglicht.
Standards aus der Automobilindustrie
Ausgangspunkt war das Interesse internationaler Raumfahrtunternehmen an industriell produzierbaren Hochleistungs-Datenkabeln. Erste Prototypen wurden bereits 2025 für Tests in Raumfahrtanwendungen an einen Systempartner geliefert. Die Ergebnisse führten zu weiteren Gesprächen über Serienanwendungen und größere Stückzahlen.
Gebauer & Griller will dabei Standards aus der Automobilindustrie für Satelliten und weitere Weltraumanwendungen adaptieren. Dadurch sollen Entwicklungszeiten und Kosten reduziert und gleichzeitig Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards gesichert werden.
Chance für den Standort
„Unser Ziel ist nicht nur die Entwicklung einer einzelnen Datenleitung, sondern der Aufbau eines industriell skalierbaren Technologieportfolios für Raumfahrtanwendungen“, sagt Projektmanager Joseph Riegler. Das Projekt wird vom ESA Phi-Lab Austria unterstützt. Rund eine Million Euro sind für die Entwicklung und die technologische Weiterentwicklung des Produktionsstandorts Poysdorf vorgesehen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht darin eine Chance für den Standort: „Von Poysdorf aus entstehen Produkte, die international gefragt sind und nun auch im Spacebereich neue Chancen eröffnen.“
