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EBSCON 2026: Südösterreich will Europas Halbleiterindustrie an die Weltspitze bringen

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©Christof Hütter

Mehr als 500 Teilnehmer aus 24 Ländern diskutierten bei der EBSCON 2026 über Europas technologische Wettbewerbsfähigkeit. Im Mittelpunkt standen die Halbleiterindustrie, künstliche Intelligenz und die Frage, wie sich Innovationen schneller in industrielle Wertschöpfung umsetzen lassen. Die Steiermark und Kärnten wollen sich dabei als europäische Modellregion positionieren.

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Unter dem Motto „Crossroads: Europa am Wendepunkt“ brachte die EBSCON 2026 internationale Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und der Startup-Szene zusammen. Mit erstmals mehr als 500 Teilnehmern aus 24 Ländern verzeichnete die vom Silicon Alps Cluster organisierte Technologiekonferenz einen neuen Besucherrekord.

Im Zentrum stand die Frage, wie Europa seine technologische Kompetenz in den Bereichen Halbleiter, künstliche Intelligenz und strategische Schlüsseltechnologien besser wirtschaftlich nutzen kann. Dabei geht es insbesondere darum, Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen, industrielle Produktionskapazitäten auszubauen und die Abhängigkeit von außereuropäischen Technologiemärkten zu reduzieren.

Steiermark und Kärnten als europäische Technologieregion

Eine zentrale Rolle kommt dabei Südösterreich zu. Die Steiermark und Kärnten verfügen über eine hohe Konzentration international tätiger Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen und spezialisierter Zulieferbetriebe.

Robert Gfrerer, Geschäftsführer des Silicon Alps Clusters und Präsident der Silicon Europe Alliance, sieht Europa auf dem Weg zu einer führenden Position bei Chiptechnologien. Entscheidend sei nun, Innovationen schneller zu skalieren und die industrielle Wertschöpfung langfristig in Europa zu sichern.

Auch der steirische Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer betonte die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Kärnten und die Steiermark seien als gemeinsamer südösterreichischer Hightechraum zu verstehen. Besonders in der Mikroelektronik, Sensorik, Leistungselektronik, Automobilindustrie und industriellen Fertigung gebe es international gefragtes Know-how.

AT&S, Infineon, NXP und Lam Research setzen auf Innovation

Wie bedeutend der Standort bereits ist, verdeutlichten Vertreter führender Technologieunternehmen. Hannes Voraberger, Forschungs- und Entwicklungschef von AT&S, verwies auf den Standort Leoben als Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von Forschung, Entwicklung und industrieller Produktion.

Wolfgang Steinbauer, CTO von NXP Austria, hob die zunehmende Bedeutung integrierter Systemlösungen hervor. Die Verbindung von Hardware, Software und Sicherheitstechnologien werde für die Wettbewerbsfähigkeit der Halbleiterindustrie immer wichtiger.

Auch Lam Research und Infineon unterstrichen die strategische Bedeutung Südösterreichs. Während Lam Research die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung bis zur industriellen Fertigung in den Mittelpunkt stellte, betonte Infineon die Rolle von Halbleitern als Grundlage für künstliche Intelligenz, Robotik und Quantencomputing.

Hermann Hauser fordert schnellere Skalierung europäischer Technologien

Zu den prominenten Impulsgebern der EBSCON 2026 zählte der österreichische Unternehmer und Investor Hermann Hauser. Seine Keynote zum „Scale Up Europe Fund“ widmete sich der Frage, wie europäische Technologieunternehmen schneller wachsen und sich international behaupten können.

Mit seiner These „It’s technology, stupid!“ stellte Hauser die strategische Bedeutung technologischer Innovation für Europas wirtschaftliche Zukunft in den Vordergrund.

EBSCON Week verbindet Graz, Klagenfurt und internationale Märkte

Die Konferenz war Teil der EBSCON Week, die vom 6. bis 9. Oktober 2026 zum zweiten Mal stattfand. Den Auftakt bildete die Infineon Startup Challenge in Graz mit dem Schwerpunkt Robotik. Weitere Programmpunkte waren der erste Carinthia Applied Systems Day „Robotics“ in Klagenfurt sowie Unternehmensbesuche internationaler Delegationen aus Schweden, den Niederlanden und Japan in Kärnten und der Steiermark.

Mit der EBSCON 2026 unterstrich der Silicon Alps Cluster den Anspruch, Südösterreich als einen der führenden europäischen Standorte für Mikroelektronik und Halbleitertechnologien weiterzuentwickeln. Die zentrale Herausforderung bleibt, vorhandene Forschungskompetenz schneller in marktfähige Produkte, industrielle Investitionen und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu übersetzen.

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