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Wassermangel schränkt Salzach-Schifffahrt in Salzburg ein

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Die "Amadeus" (links) würde mehr Wasser unter ihrem Rumpf benötigen
©APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Die ausbleibenden Niederschläge haben inzwischen erste Folgen für die Schifffahrt in Salzburg. Der Betreiber des Ausflugsboots "Amadeus" auf der Salzach in der Landeshauptstadt muss sein Angebot wegen des niedrigen Wasserstands seit einigen Tagen stark einschränken. Auch eine Anlegestelle der Linienschifffahrt am Wolfgangsee ist seit Kurzem nicht mehr für alle Schiffe der Flotte erreichbar. Von einer dramatischen Situation sprechen die Unternehmen derzeit aber noch nicht.

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"Der Wasserstand ist so niedrig wie in den 25 Jahren seit der Anschaffung der Amadeus nicht", bestätigte Schiffsbetreiber Erich Berer der APA mehrere Medienberichte. "Statt bis zu siebenmal am Tag ist das Boot aktuell drei- bis viermal im Einsatz. Die volle Strecke bis zur Anlegestelle Hellbrunn fällt derzeit aus." Aktuell könne man nur wenige hundert Meter flussaufwärts fahren. "Wir sind zur Hochsaison meistens ausgebucht, jetzt gib es erste Stornierungen", sagte Berer. Er versucht nun, Gäste auf seinen Amphibienbus umzubuchen, der im Rückstaubereich des Kraftwerks Lehen unterwegs ist und dort genug Wasser unter dem Rumpf hat.

Berer ging jedoch davon aus, dass es sich beim aktuellen Niedrigwasser um eine Einzelerscheinung handelt. "Normal reagiert der Pegel der Salzach stark auf Niederschlag oder Gewitter im Gebirge. Die gab es zuletzt sehr selten. Und im Winter fehlte es heuer an ausreichend Schnee und Schmelzwasser. Aber es braucht nur ein bis zwei Tage Regen und das Problem ist vom Tisch." Auch wenn die Salzach-Kraftwerke flussaufwärts verstärkt Wasser durch die Turbinen lassen, sei genügend Durchfluss für den Schiffsbetrieb vorhanden.

Ein Blick in das Hydrologische Informationssystem des Landes Salzburg (HYDRIS) zeigt, dass die Tagesmittel des Wasserstands der Salzach in der Stadt Salzburg klar unter dem langjährigen Schnitt liegen. Nur an wenigen Tagen wurden heuer die Minimalwerte der vergangenen 13 Jahre nicht unterschritten. Obwohl die Amadeus nur 40 Zentimeter Tiefgang hat und statt mit Schiffsschraube mit einem Wasserstrahlantrieb ausgerüstet ist, denkt Berer an, den Tiefgang weiter zu reduzieren. Möglich wäre eine Verlängerung des Boots um rund 1,5 Meter oder der Einsatz von Luftkissen, die noch einmal bis zu 20 Zentimeter Spielraum schaffen könnten. "Diese Lösungen kommen aber erst dann ins Spiel, wenn sich die Situation über Jahre nicht verbessert."

Auch die Wolfgangseeschifffahrt berichtete am Mittwoch von ersten Einschränkungen. Hauptbetroffen vom niedrigen Wasserstand ist - wie bereits in vergangenen Jahren - die Anlegestelle in Strobl (Flachgau). "Aktuell kann nur ein Schiff unserer Flotte Strobl ansteuern. Wenn man von St. Gilgen nach Strobl will, muss man in St. Wolfgang umsteigen", sagte Eva Hübl, Sprecherin des Schifffahrtsbetreibers, der Salzburg AG Tourismus GmbH. Insgesamt sei der Verkehr derzeit sichergestellt, man beobachte Pegel und Wasserstände aber ganz genau.

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