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Die Airline habe ihre Planung "auf Basis der Erfahrungen aus den Vorjahren" und mit mathematischen Modellen erstellt. Grundsätzlich sei man zuversichtlich, das Ziel zu erreichen, sagte Buchhofer. Swiss fliege im Sommer zwar etwas weniger als in früheren Jahren, transportiere aber mehr Passagiere.
Die Auslastung der Flugzeuge liege während der Peakzeiten bei rund 90 Prozent, viele Flüge seien bis auf den letzten Platz belegt. Dadurch steige der Druck auf die Abläufe deutlich.
Partner spielen entscheidende Rolle
Der Flugbetrieb bleibe zudem stark von den Partnern abhängig. Buchhofer verwies etwa auf die Zusammenarbeit mit Skyguide, dem Flughafen Zürich oder mit dem Bodenabfertiger Swissport. Skyguide sei ein "grundsätzlich leistungsfähiger" Partner, sagte er. Probleme bereiteten dem Unternehmen jedoch die Verfügbarkeit von Luftraum und Personal. Ein enger Austausch der Swiss mit Skyguide sei daher wichtig, um Engpässe möglichst früh zu erkennen und im Betrieb flexibel reagieren zu können.
Das Unwetter vom Dienstagabend zeigte laut Buchhofer exemplarisch, wie schnell Planungen unter Druck geraten können. Das Gewitter sei länger und heftiger ausgefallen als prognostiziert und habe sich direkt über dem Flughafen Zürich festgesetzt. Insgesamt mussten 26 Flugzeuge auf andere Flughäfen ausweichen, 25 Flüge wurden an diesem Abend annulliert; am Mittwoch wurden wegen fehlender Flugzeuge und Crews nochmals 56 Flüge annulliert. Davon seien rund 10.000 Passagiere betroffen gewesen.
Nach solchen Ereignissen werde jeweils eine Auswertung vorgenommen, sagte Buchhofer. Dabei gehe es darum, gemeinsam mit den Partnern zu prüfen, was gut funktioniert habe und wo sich die Vorbereitung verbessern lasse - etwa bei Ausweichlandungen oder der Betreuung von Passagieren an Außenstationen.
Erholung in den USA, Zurückhaltung im Nahen Osten
Auch geopolitische Entwicklungen beeinflussen den Sommerflugplan. Mit dem Beginn des Irankriegs fielen viele Flugverbindung in und durch die Region weg. Der Konflikt ruht nun, doch die Swiss plant erst im Herbst wieder mit Flügen nach Dubai. Tel Aviv wird ab August wieder bedient. Beide Ziele sind für Swiss wichtige Destinationen in der Region.
Die Lage im Gebiet sei "stabil instabil", sagte Buchhofer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Es sei zu hoffen, dass sich die Lage weiter verbessere - mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs warte man jedoch bewusst zu. Hierbei befinde man sich im "engen Austausch" mit der Konzernmutter Lufthansa. Allerdings erhalte die Swiss kein "Diktat" aus Frankfurt, was den Flugplan angehe.
Positiver entwickle sich das Geschäft in Nordamerika, insbesondere in den USA. Es gebe zwar immer noch einen gewissen "Trump-Effekt", die Buchungszahlen hätten sich jedoch erholt, sagte Buchhofer. "Gerade in den Sommermonaten wollen die Leute einfach in die Ferien, da sind politische Faktoren weniger entscheidend."
GENEVA - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI






