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Der Frankfurter Flughafen hat ereignisreiche Wochen hinter sich. Während der Krieg in der Golfregion die Luftfahrtbranche weltweit in die Bredouille bringt, führten in Deutschland die Streiks bei der Lufthansa im März zu reihenweise Flugausfällen. Im April legten die Ausstände von Piloten und Flugbegleitern das Geschäft der Lufthansa an sechs Tagen weitgehend lahm. Fraport zählte deshalb allein in Frankfurt im April eine halbe Million weniger Passagiere. Dies dürfte auf die Jahreszahlen durchschlagen.
Im ersten Quartal lief es für Fraport besser als gedacht. "Trotz des Ausbruchs des Iran-Kriegs konnten wir auf allen Märkten wachsen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Während der Verkehr in Frankfurt auf den Strecken nach Nahost zurückging, hätten Zuwächse in andere Regionen dies ausgeglichen. "Für das Gesamtjahr halten wir an unserer Prognose für 2026 fest, basierend insbesondere auch auf den Aussagen der Bundesregierung zur gegebenen Versorgungssicherheit mit Kerosin."
Der Nationale Sicherheitsrat hatte in der Diskussion über mögliche Treibstoff-Engpässe in Deutschland im April vorerst Entwarnung gegeben. Es gebe keine Notlage, die Vorräte gerade an Kerosin seien für "absehbare Zeit" ausreichend, hieß es nach einer Sitzung des Gremiums mit Vertretern von Bund, Ländern und Sicherheitsbehörden aus Teilnehmerkreisen. Es gebe zudem "Raffinerieoptionen", die eine schnelle Reaktion auf mögliche Lücken gewährleisten würden.
Fraport betreibt neben Frankfurt eine Vielzahl von Flughäfen, etwa im türkischen Antalya, in Perus Hauptstadt Lima sowie 14 Regional-Airports in Griechenland. Konzernweit rechnet der Vorstand in diesem Jahr weiter mit etwa 188 bis 195 Millionen Passagieren.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll zudem 2026 auf bis zu 1,5 Milliarden Euro steigen. Der Konzerngewinn vor Minderheitsanteilen Dritter dürfte jedoch wie angekündigt auf 300 bis 400 Millionen Euro sinken. Grund seien höhere Zinsen und Abschreibungen, nachdem Fraport das dritte Passagierterminal in Frankfurt und weitere Ausbauvorhaben abgeschlossen hat. Im üblicherweise reiseschwachen ersten Quartal stieg der Fraport-Umsatz um 1,6 Prozent auf 882 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 18 Millionen Euro, etwas mehr als im Vorjahr.






