Die Mailänder Scala
©Teatro alla ScalaEinnahmen durch Ticketverkauf erreichten mit 36,5 Millionen Euro einen Rekordwert. Günstigere Karten sollen nicht verteuert werden.
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Die Mailänder Scala hebt die Ticketpreise an, will dabei jedoch vor allem die besten Plätze verteuern. Günstigere Karten sollen unverändert bleiben. Wie Intendant Fortunato Ortombina mitteilte, erhöhen sich die Preise insbesondere für die traditionsreiche Saisoneröffnung am 7. Dezember um rund zehn Prozent. Für die am 7. Dezember geplante Premiere von "Otello" mit der Inszenierung von Damiano Michieletto könnten die besten Plätze künftig 3.300 statt 3.000 Euro kosten.
Stärker steigen zudem die Preise für neu eingeführte "Premium"-Plätze in besonders gefragten Reihen. Hier könnte der Höchstpreis bei bekannten Operntiteln von derzeit 300 auf bis zu 350 Euro klettern. Das Haus reagiert damit auch auf Debatten um Ticketverkauf und Verfügbarkeit, nachdem Stammgäste zuletzt vor steigenden Preisen und stärkerem Online-Vertrieb gewarnt hatten.
Stammgäste befürchten Verlagerung auf Online-Vertrieb
230 sogenannte Loggionisti, die Stammgäste des Theaters, hatten gefordert, den traditionellen Vor-Ort-Verkauf von 140 Stehplätzen am Tag der Aufführungen beizubehalten. Sie befürchten steigende Preise und eine stärkere Verlagerung auf den Online-Vertrieb.
Der Verwaltungsrat ermächtigte Intendant Fortunato Ortombina zudem, den Vertrag mit dem Dirigenten Myung-Whun Chung zu unterzeichnen. Wie bereits angekündigt, soll er ab Ende 2026 das Amt des Musikdirektors übernehmen. Sein Vertrag läuft bis 2030 und endet damit zeitgleich mit dem des Intendanten Ortombina.
Rekordwert bei Ticketerlösen
Gleichzeitig bestätigte die Scala ein positives Jahresergebnis: 2025 schloss das Haus mit einem Überschuss von rund 200.000 Euro. Die Ticketerlöse erreichten mit 36,5 Millionen Euro einen Rekordwert. Die Auslastung lag bei Opernaufführungen bei 95 Prozent.





