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Die Infrastrukturbeauftragte von Friaul-Julisch Venetien, Cristina Amirante, erklärte im Verkehrsausschuss des Regionalrats, die laufenden Arbeiten infolge des Erdrutsches von 2023, der die Strecke unterbrochen hatte, beschränkten sich nicht nur auf die Wiederherstellung der Straße, sondern zielten auf eine deutliche Erhöhung der Sicherheitsstandards ab. Dazu gehören unter anderem die Verlängerung von Steinschlaggalerien sowie die Installation von Netzen neuer Generation zur Sicherung von Felsmaterial.
Nach Angaben der Techniker der italienischen Straßenverwaltungsgesellschaft ANAS werden "die wichtigsten Arbeiten bis zur Wiedereröffnung abgeschlossen sein, sodass die Verbindung bereits unter sichereren Bedingungen als in der Vergangenheit wiederhergestellt werden kann". Ab Juni sei eine vollständige Wiedereröffnung ohne Einschränkungen vorgesehen, auch wenn die Frage einer "strukturellen Lösung" weiterhin offen bleibe.
In diesem Zusammenhang verwies Amirante auf die gemeinsame technische Arbeit mit dem Land Kärnten, die drei mögliche Lösungen vorsieht: einen Basistunnel, einen Scheiteltunnel sowie eine Variante der bestehenden Trasse. Die Position der Region, die offiziell dem italienischen Verkehrsministerium übermittelt wurde, sieht den Scheiteltunnel als bevorzugte Option vor, gefolgt von einer Variante der bestehenden Trasse. "Es handelt sich um eine technische Bewertung. Die endgültige Entscheidung liegt bei ANAS und dem Ministerium - in einem Kontext, der auch Österreich einbezieht und somit grenzüberschreitende Bedeutung hat", schloss Amirante.
Am 2. Dezember 2023 ging auf italienischer Seite ein Felssturz auf die Verbindung zwischen dem Gailtal in Kärnten und Italien ab. Angesichts des Ausmaßes des Erdrutsches, der die Straße getroffen hat, kosteten die Arbeiten zur Sicherung des Hangs und zur Wiederherstellung des bestehenden Straßennetzes 15 Millionen Euro, von denen die Hälfte von der Region Friaul Julisch Venetien und der Rest von der ANAS bereitgestellt wurde.
Der Verkehr nach Italien muss derzeit großräumig ausweichen, da auch die Nassfeld Straße (B90), die den Bezirk Hermagor mit Italien verbindet, bis 15. Juni für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt ist. Grund sind Bauarbeiten auf italienischer Seite.





