Preise für Liegen und Sonnenschirme stiegen laut Verbraucherschützern binnen fünf Jahren um 24 Prozent – Lignano am günstigsten.
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Für einen Besuch der italienischen Strandbäder muss man im bevorstehenden Sommer tiefer in die Tasche greifen. Nach einer Untersuchung des Konsumentenschutzverbands Altroconsumo steigen die Preise für Liegen und Sonnenschirme im Sommer 2026 im Durchschnitt um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu vor fünf Jahren beträgt der Anstieg demnach bereits 24 Prozent.
Am teuersten ist Alassio in Ligurien
Für die Erhebung kontaktierte der Verbraucherschutzverband anonym 222 Strandbäder in zehn italienischen Urlaubsorten, darunter Rimini, Viareggio, Gallipoli und Alghero. Untersucht wurden die Preise für die erste Augustwoche. Die stärksten Steigerungen verzeichneten Taormina und Giardini Naxos auf Sizilien mit bis zu 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es folgen Alghero auf Sardinien mit 14 Prozent und Gallipoli mit zehn Prozent.
Am teuersten ist laut der Studie Alassio an der Riviera Liguriens. Dort kostet ein Platz in der ersten Reihe mit Sonnenschirm und zwei Liegen für eine Woche im Durchschnitt 368 Euro. Am günstigsten ist dagegen die bei österreichischen Urlauberinnen und Urlaubern besonders beliebte Adria-Badeortschaft Lignano mit durchschnittlich 164 Euro.
Kritik an sinkender Zahl freier Strände
Altroconsumo kritisierte zugleich, dass frei zugängliche Strände in Italien immer seltener würden. Viele Besucher seien deshalb auf kostenpflichtige Angebote angewiesen. Als positives Beispiel nannte die Organisation die Gemeinde Spotorno in Ligurien, die den Anteil freier Strände erhöht und dort kostenlose Dienstleistungen wie Reinigung, Rettungsdienst und Duschen bereitgestellt habe.
Nach einer ergänzenden Umfrage bevorzugen 37 Prozent der Befragten ausgestattete Strandbäder, während 35 Prozent vor allem freie Strände nutzen. Hauptgrund für kostenpflichtige Anlagen sind laut der Studie Komfort und Serviceangebote, während Nutzer freier Strände vor allem die Kostenfreiheit und größere Flexibilität nennen.
Forderung nach Reform
Altroconsumo fordert eine Reform des Systems der Strandkonzessionen in Italien. Der Verband verlangt mehr freie Strände, weniger Konzessionen sowie regelmäßige und transparente Ausschreibungen. Eine entsprechende Petition habe bereits mehr als 91.000 Unterschriften gesammelt.






