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Wie viel der Anteil der Finanzierung des Bundes für die Zillertalbahn konkret ausmache, könne man indes derzeit noch nicht sagen, da die Ausschreibung für die Züge erst beginne, erklärte ein Sprecher von Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) auf APA-Nachfrage. Ab 2027 stünden jedenfalls jährlich 25 Mio. Euro zusätzlich zu den regulären Mitteln für die Infrastruktur der Privatbahnen zur Verfügung. Das ermögliche einen baldigen Start der Ausschreibung, hieß es in der Aussendung.
Das Gesamtbudget für das mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen (MIP) wachse damit auf rund 114 Mio. Euro an, betonte das Ministerium. Hanke unterstrich die Wichtigkeit solcher Projekte: Gerade in ländlichen Regionen wie dem Zillertal müssten Menschen auf "eine zuverlässige, moderne und klimafreundliche Bahn zählen können". Die Kosten für die Züge waren laut Medienberichten mit 90 Mio. Euro beziffert worden. Ohne Finanzierungskosten seien für das Gesamtprojekt 190 Mio. Euro veranschlagt.
Das Zillertal sei durch Tourismus und Pendelverkehr stark verkehrsbelastet und die derzeit mit Diesel betriebenen Züge hätten das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht, hieß es. In enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sei ein zeitnaher Umstieg auf einen elektrifizierten Antrieb gesichert worden, freute sich Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) angesichts der Finanzierungszusage des Bundes. Einer Umsetzung bis zur geplanten Fertigstellung 2030 stehe jedenfalls "nichts mehr im Weg".
Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) sah wiederum eine "neue Ära der emissionsfreien Mobilität im Zillertal" am Horizont. Und auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG, ÖVP-Nationalratsabgeordneter Franz Hörl, frohlockte: "Ich freue mich, dass der Bund in Vorlage geht." Für die Zillertaler Gemeinden, die über die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG mehrheitlich Miteigentümer der Bahn sind, sei das Projekt ein klares Bekenntnis zu einer langfristig gesicherten öffentlichen regionalen Mobilität.
Um die Zukunft der Zillertalbahn hatte es in den vergangenen Jahren ein heftiges politisches Tauziehen gegeben. Die Verantwortlichen rund um Hörl wollten die mit Diesel betriebene Bahn auf Wasserstoffantrieb umrüsten. Das Projekt wurde jedoch aufgrund prognostizierter Mehrkosten aufs Abstellgleis gestellt. Eine Prüfung der Technischen Universität Wien wies schließlich den Hybridzug mit Akkubetrieb und teilweiser Oberleitung als beste Möglichkeit aus. Die schwarz-rote Tiroler Landesregierung hatte sich auf diese Variante verständigt. Die Zillertalbahn ist eine 32 Kilometer lange Schmalspurbahn zwischen Jenbach und Mayrhofen.
