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Austrian steigerte Umsatz und operatives Ergebnis

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AUA sieht politische Schritte als Baustein für eigenen Erfolg
©APA, GEORG HOCHMUTH, Themenbild
Die Austrian Airlines (AUA) hat im dritten Quartal mehr Umsatz und ein höheres operatives Ergebnis verzeichnet als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Erlöse stiegen von Juli bis September um 13 Prozent auf 851 Mio. Euro, das Ebit kletterte um 19 Prozent auf 140 Mio. Euro. Die Passagier-Zahl stieg um 3 Prozent auf 4,89 Millionen, teilte Austrian Dienstagfrüh mit. Die Auslastung sank um 1,4 Punkte auf 86,8 Prozent. Einmal mehr beklagte die AUA "lähmende Standortkosten".

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"Es ist uns gelungen, unsere internen Kosten im Griff zu behalten sowie die ursprünglich für Nahost geplanten Kapazitäten in touristische Destinationen in ganz Europa zu verlagern", so Austrian-Chefin Annette Mann in der Unternehmensaussendung. Diese Verbindungen nach Mallorca, Nizza und Co. seien auch "sehr gut angenommen" worden.

Die AUA verwies in ihrer Aussendung weiters auf die Pünktlichkeit bei Abflug und Ankunft, die um 2,8 bzw. 2,5 Prozentpunkte gestiegen sind. Der Flugplan wurde zu 99,2 Prozent regulär abgeflogen. Im September sei man die pünktlichste Airline Europas gewesen.

Doch insgesamt drückt der Schuh. Im Vergleich der ersten drei Quartale zusammen stieg der Umsatz zwar um 7 Prozent auf 2,07 Mrd Euro. Das bereinigte Ebit brach allerdings um 37 Prozent auf 48 Mio. Euro ein. Die Bedingungen am Luftfahrtstandort Österreich blieben nämlich herausfordernd, bekräftigte die AUA.

Ein guter Sommer könne keine schwierigen Rahmenbedingungen ausgleichen. "Nach wie vor gilt: Die strukturellen Belastungen des Standorts lassen kaum eine nachhaltige Zukunftsplanung zu", kritisierte Mann einmal mehr. Zuletzt hatten sich immerhin insgesamt acht Landeshauptleute für ein Aus oder die Absenkung der Flugabgabe ausgesprochen. Nicht nur diese Abgabe ist wie vielfach berichtet auch Mann, ihrer AUA sowie weiteren Fluggesellschaften ein Dorn im Auge.

Angesichts der anhaltenden Rekordkosten für Kerosin stehen zudem weiter einige AUA-Verbindungen, insbesondere jene der Ultrakurzstrecken, wirtschaftlich auf dem Prüfstand. Zum Ende des Sommerflugplans wurden bereits die Verbindung Wien-Graz aus dem Streckennetz genommen und in Summe bisher 5 Prozent der Kapazitäten im Winterflugplan 2026/27 gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Zudem sei die Verfügbarkeit neuer Flugzeuge am Weltmarkt sehr knapp, die Hersteller Boeing und Airbus sind teils Jahre bei den Auslieferungen im Rückstand. Entsprechend umkämpft sind Neuauslieferungen, auch innerhalb der Lufthansa-Gruppe. "Ersatz- und Wachstumsinvestitionen erfolgen dort, wo sie wirtschaftlich langfristig die besten Perspektiven bieten. Die aktuellen Gespräche zur Standortsicherung mit der österreichischen Politik sind daher ein entscheidender Baustein, um die notwendige Erneuerung der Austrian-Langstreckenflotte weiter voranzutreiben", hieß es von der AUA. Insgesamt seien die "Gespräche mit der Bundesregierung aber auf einem guten Weg", so Chefin Mann.

++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Flugzeug, Luftfahrt, Tourismus, Reisen, Austrian Airlines. Im Bild: Eine startende Embraer der Austrian Airlines (AUA); aufgenommen am Donnerstag, 29. Jänner 2026, am Flughafen Wien-Schwechat.

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