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Wer ist Sabine Oberhauser?

Die 51-jährige Wiener Ärztin wird voraussichtlich neue Gesundheitsministerin

Sabine Oberhauser wird Gesundheitsministerin. © Bild: APA/Roland Schlager

Wenn Doris Bures kommenden Montag wie erwartet von den SPÖ-Gremien als neue Nationalratspräsidentin vorgeschlagen wird, steht im Zuge der dadurch notwendigen Regierungsumbildung auch für Sabine Oberhauser ein großer Karrieresprung vor der Türe. Die Kür der 51-jährigen Wienerin zur Nachfolgerin des dann ins Infrastrukturministerium wechselnden Gesundheitsministers Alois Stöger scheint logisch: Die bisherige ÖGB-Vizechefin ist ausgebildete Medizinerin und sitzt seit 2006 im Nationalrat, wo sie lange als Gesundheitssprecherin fungierte. Im Gewerkschaftsbund ist sie seit 2009 Vize-Chefin und seit dem Vorjahr Frauenvorsitzende. Diese Posten wird sie jedoch vermutlich abgeben.

Mit Oberhauser kommt jedenfalls eine Insiderin ins Gesundheitsministerium, die das System genau kennt. Beruflich weiß sie als Kinderärztin bzw. Neonatologin und als ausgebildete Allgemeinmedizinerin, worauf es in einem Spital ankommt. Darüber hinaus hat sie sich auch als Krankenhaus-Managerin schulen lassen. Und die von Alois Stöger auf den Weg gebrachten Reformen hat sie als Gesundheitssprecherin im Parlament in der vorigen Legislaturperiode umgesetzt. Viele Veränderungen im Gesundheitsbereich tragen auch ihre Handschrift als Verhandlerin im Nationalrat mit. Aufgefallen ist sie dabei unter anderem auch bei ihrem Kampf für schärfere Rauchergesetze. Das überraschte insofern, als sie damals selbst noch zur Zigarette griff. Seit dem Vorjahr ist Oberhauser im Parlament nicht mehr Gesundheits- sondern Sozialsprecherin der SPÖ.

Langjährige Gewerkschafterin

Kein Nachteil für ihren künftigen Ministerposten wird wohl auch Oberhausers Engagement als Gewerkschafterin sein, das sie 1988 als freigestellte Personalvertreterin begann. Sie war damals die erste Ärztin, die sich entschied, sich ausschließlich der Vertretung der Interessen der angestellten Ärzte zu widmen. Von der Gewerkschaftsarbeit über die Standespolitik in der Ärztekammer führte der Weg schließlich 2006 als Abgeordnete ins Parlament. Der Kampf für die Arbeitnehmerrechte blieb für sie aber immer "ein Herzstück" ihrer politischen Arbeit, wie sie selbst betont.

2009 wurde Oberhauser dann - wieder als erste Ärztin - zur Vizepräsidentin des ÖGB gewählt. Seit 2013 ist sie auch Frauenvorsitzende im Gewerkschaftsbund. Beide Funktionen wird Oberhauser wohl abgeben, wenn sie zur Ministerin aufsteigt - auch wenn rein rechtlich keine Notwendigkeit dazu bestünde.

Frauenpolitisch engagiert

Auch frauenpolitisch engagiert sich Oberhauser. Seit 2004 ist sie Mitglied des Vereins der Wiener Frauenhäuser, bis 2006 war sie Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und Vorstandsmitglied der European Womens's Lobby.

Die am 30. August 1963 geborene Wiener ist mit dem Radiologen Gerold Oberhauser verheiratet. Ihre beiden Töchter Sophie und Franzi kamen unmittelbar nach ihrem Medizinstudium 1987 bzw. 1990 zur Welt. Erst dann ging es Oberhauser beruflich als Ärztin so richtig an.

Kommentare

123harry

hat die einen spiegel??? nnnneeeeeeeeeee

Es ist zu befürchten, dass diese Frau leider nur Spurenelemente an Kompetenz aufweist, was ihr befremdlicher Einstieg schon erkennen lässt. Wird Österreich je wieder über Politiker mit Herz, Hirn und Verstand verfügen?

derpradler

Genug der Worte! Sie ist eine Vertraue von Faymann und das sagt ALLES!

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