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Schlaganfall: Ursachen,
Symptome, Vorbeugung

Gesundheit - Schlaganfall: Ursachen,
Symptome, Vorbeugung © Bild: Shutterstock/ sfam_photo

Ein Schlaganfall kann schwerwiegende Folgen haben und bis zum Tod führen. Wie kann man gegen einen Schlaganfall vorbeugen? Die schnelle Diagnose und Therapie sind entscheidend.

Das Wort Schlaganfall hat wohl jeder schon einmal gehört, doch so richtig wissen die wenigsten was hinter dem Begriff steckt. Wir wollen daher im Folgenden Informationen dazu liefern, was der Schlaganfall genau ist, wie er sich äußert, was im Notfall unternommen und wie vorgebeugt werden kann.

Ursachen eines Schlaganfalls

Ein Schlaganfall, auch Apoplex genannt, ist im Grunde eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Diesem kann entweder ein Verschluss in einer Arterie, die das Blut zum Hirn führt, zugrunde liegen. Dann wird der Schlaganfall als ischämisch bezeichnet. Die andere mögliche Ursache ist eine Blutung, welche als hämorrhagisch bezeichnet wird. Die ischämischen Schlaganfälle sind mit circa 90 Prozent deutlich häufiger. Aber warum verschließt sich eine Arterie einfach oder warum kommt es zur Blutung? Die Blutungen sind in den allermeisten Fällen durch sehr hohen Blutdruck bedingt. Warum Betroffene einen ischämischen Apoplex erleiden, kann vielfältige Gründe haben. Einige davon sind:

  • Arterienverkalkung
  • Herzrhythmusstörungen, vor allem Vorhofflimmern
  • Störungen der Blutgerinnung
  • Entzündungen der Blutgefäße
  • Verletzungen der Arterien durch Unfälle

Diesen Ursachen wiederum liegen selbst wieder Risikofaktoren in der generellen Lebensweise des Patienten zugrunde. Das Risiko kann gesteigert werden durch:

  • Bluthochdruck
  • Hohes Alter
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen

Wie erkennt man einen Schlaganfall?

Die schnelle Therapie eines Schlaganfalls ist entscheidend. Daher muss die Erkrankung möglichst rasch erkannt und darauf reagiert werden. Prinzipiell können Schlaganfälle individuell sehr unterschiedlich ablaufen, doch es gibt einige klassische Zeichen, die Sie auch als nicht medizinisch geschulte Person auf die richtige Fährte führen (FAST Schema Schlaganfall).

Passend dazu: Schlaganfall - Was tun im Notfall?

Zunächst einmal ist es ganz typisch, dass die Symptome plötzlich einsetzen. Dies kann aber auch beispielsweise im Schlaf passieren, wodurch man sich nicht verwirren lassen sollte. Der Patient hat bei einem Schlaganfall häufig Probleme mit dem Sprechen. Das Gesprochene klingt verwaschen, ähnlich wie ein stark Betrunkener sprechen würde. Dazu kommt, dass der Patient Probleme mit der Bewegung hat. Es treten partielle Lähmungen auf. Dies lässt sich oft am eindrucksvollsten und somit besten für den Laien am Gesicht und den Armen testen. Der Patient kann meist einseitig die Stirn nicht mehr runzeln, die Augen nicht zusammenkneifen, die Wangen aufblasen oder die Zähne zeigen. Wenn beide Arme waagerecht vor den Körper gehalten werden sollen, sinkt eine Hand typischerweise ab. Weiterhin kann es zu unspezifischen Anzeichen kommen, wie Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen.

Sollten Sie diese Symptome bei einem Menschen in ihrer Umgebung feststellen, so zählt als allererstes: Rufen Sie den Notarzt. Denn es gilt „Time is brain“, also Zeit ist Gehirn. Je schneller gehandelt wird, desto besser. Bei einem Schlaganfall können Sie selbst als Ersthelfer nur relativ wenig ausrichten. Es bringt dabei aber für den Patienten oft schon viel, wenn er beruhigt und ihm versichert wird, dass Hilfe unterwegs ist.

Behandlung und Rehabilitation nach einem Schlaganfall

Im Krankenhaus angekommen, wird zunächst eine CT-Aufnahme des Kopfes gemacht. Hier muss zwischen dem ischämischen und dem hämorrhagischen Anfall unterschieden werden, da beide unterschiedliche Maßnahmen und Medikamente benötigen. Im Falle des selteneren hämorrhagischen Anfalls wird versucht, die Blutung zu stoppen, indem die Gerinnung optimiert wird. Beim ischämischen Anfall spielt die Zeit wieder eine entscheidende Rolle. Wenn die Symptome nämlich weniger als 4,5 Stunden zurückliegend begonnen haben, wird eine sogenannte Thrombolyse versucht. Dabei wird ein Medikament verabreicht, welches das Blutgerinnsel im Gefäß auflösen kann.

Die weitere Therapie im Krankenhaus erfolgt auf einer „Stroke Unit“, einer Station, die auf Betroffene eines Schlaganfalls spezialisiert ist. Hier findet auch schon eine Frührehabilitation statt, also Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie am Krankenbett. Dadurch soll verhindert werden, dass Fähigkeiten verlernt werden und ein schnelleres Erlernen von durch den Schlaganfall Verlerntem soll erreicht werden. Die Reha wird auch nach Entlassung aus dem Krankenhaus kontinuierlich weitergeführt, um die Folgen möglichst gering zu halten und dem Patienten die Teilhabe an seinem normalen Leben und der Gesellschaft zu ermöglichen.
Durch die Reha können mögliche Folgen eines Schlaganfalls verhindert werden. Diese können sein:

  • Sprachstörungen
  • Lähmung
  • Sehstörungen
  • Sensibilitätsstörungen
  • Pflegebedürftigkeit

Kann ein Schlaganfall verhindert werden?

Der Schlaganfall ist ein ernstes Krankheitsbild, welches auch optimal behandelt oft bleibende Schäden hinterlässt. Daher ist es besonders wichtig, auf seine Gesundheit zu achten und dem Auftreten selbst vorzubeugen. Hierbei ist ein gesundheitsorientiertes Verhalten förderlich, um die Risikofaktoren, die eingangs erwähnt wurden, möglichst zu minimieren. Es empfiehlt sich zum Beispiel der Verzicht auf das Rauchen, ausreichende Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Besonders wichtig ist es auch, sich regelmäßigen Vorsorgemaßnahmen zu unterziehen, damit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und das Vorhofflimmern rechtzeitig erkannt und dann gezielt therapiert werden.

Passend dazu: 9 Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören

Wenn bereits ein Schlaganfall aufgetreten ist, ist es umso wichtiger, im Laufe der nächsten Jahre einen weiteren zu verhindern. Dabei wird gezielt versucht, die Gerinnung, die Blutfettwerte sowie der Blutdruck in einem gewünschten Bereich zu halten.

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