Nationalratswahl von

Regierung angeschlagen

Experten: SPÖ und ÖVP haben Schaden genommen, Thema spielt Grünen in die Hand

Michael Spindelegger und Werner Faymann © Bild: APA/Dragan Tatic

Dass SPÖ und ÖVP von der aktuellen Berichterstattung mit neuen Fakten über mögliche Parteienfinanzierung nicht profitieren, scheint auf der Hand zu liegen. Experten sind sich aber noch nicht sicher, welche konkreten Folgen dies rund ein Monat vor der Nationalratswahl haben kann. Mit Schaden für die Regierungsparteien sei jedenfalls zu rechnen, meint Politikberater Thomas Hofer im APA-Gespräch. Profiteure seien dagegen die Grünen. Ähnlich sieht das Meinungsforscher Peter Hajek, der einen "Knieschuss für das politische System" ortet.

Hofer sieht zwar "nicht unbedingt die Grundfesten der Republik erschüttert", denn die Ermittlungen seien grundsätzlich schon bekannt gewesen. Doch angesichts neuer Fakten "wird nun ein Thema wiederbelebt und aktualisiert, das latent die letzten drei Jahre dominiert hat und für beide Koalitionsparteien, vor allem aber für die ÖVP, natürlich ein massives Problem war". Dies richte "Schaden an". Und "rein vom Agendasetting kann den Grünen nichts Besseres passieren".

Deswegen müssten SPÖ und Volkspartei nun auch rasch danach trachten, eigene Themen zu lancieren. Zumal Hofer auch die "Gefahr einer gewissen Demobilisierung" in der Wählerschaft sieht: Enthüllungen darüber, wie sich Parteien mit Geld versorgt haben sollen, schüre die Politikverdrossenheit.

Gemeinsame 50-Prozent-Marke scheint gefährdet

Ähnlich Hajeks Diagnose: "Das ist Wasser auf die Mühlen der Politikverdrossenheit", sagt er im Gespräch mit der APA. Auch er rechnet damit, dass die Causa einen "Impact" hat, wagt aber noch nicht, die Folgen abzuschätzen. "Aber eines ist klar: Die 50-Prozent-Marke (für SPÖ und ÖVP gemeinsam, Anm.) ist zumindest gefährdet." Hajek hält auch die "Absturzgefahr der ÖVP für größer", weil diese auch durch den Fall Strasser negative Presse gehabt habe. Für die Opposition und hier vor allem für die Grünen sei das Ganze jedenfalls "eine aufgelegte Geschichte", so Hajek.

Kommentare

brauser49
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Nur die Gruenen sind nicht angepatzt von Parteienfinanzierung und Korruption, wir wählen sie !

christian95 melden

Ich wähle sie auch:

Ganz Österreich sollte so wie in Wien eine "FUZO" und "MAHÜ" sowie Fußgänger- und Radfahrbeauftragte bekommen.

Wenn man gesehen hat was die zwei in Puls4 abgeliefert haben aber ist ja egal!!Die Österreicher werden nie klar denken und wählen die zwei wieder!!!
Ob die Gelder verschenken die lachen nur über uns aber die Österreicher sind gefesselt von diesen Typen!!Leider!!

Ignaz-Kutschnberger

Es wird sowieso wieder rot-schwarz...aber ich möchte den FRANK als DRITTE Kraft in der Regierungspartei wissen!
Der Typ ist ein tickender ATOMREAKTOR !! :)

Testor melden

Jetzt wissen wir, warum diese "Saubermänner" den Telekom -Untersuchungsausschuss abgedreht haben. Diese Typen sollten zum Rücktritt gezwungen werden!!!

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Kopf, Cap , Breschnew-Njetgebauer sollten wie Faymann und Spindelegger ehestens von der poltischen Bühne verschwinden!!!

giuseppeverdi melden

Dem ist wahrlich nichts hinzuzufügen außer vielleicht, dass dahinter schon wieder gleiche Dummköpfe darauf warten, an den Trog zu kommen. Die sind wie die berühmte Hydra. Haust ihnen einen Schädel ab, kommen vier Köpfe nach!

Oliver-Berg

Ich geben dem Politikberater Hofer völlig recht. Meiner Meinung passiert in Österreich erst dann was, wenn die beiden Großparteien keine Mehrheit von 50 % und mehr zusammenbringen. Selbst wenn jetzt grün auf 15 % bis 16 % zulegen sollte und die SPÖ ihre 28% oder 29 % einfahren sollte, geht sich auch keine Koalition der Naiven wie in Wien aus. Bitte alles wählen nur nicht rot/schware Packelei.

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