Nationalratswahl von

"Blaues Wunder ist möglich"

FPÖ-Chef Strache im Gespräch über Nächstenliebe, Facebook und rechte Umtriebe

Nationalratswahl - "Blaues Wunder ist möglich" © Bild: News Herrgott Ricardo

Den Schlusspunkt unserer Gesprächsreihe mit Spitzenvertretern der im Parlament vertretenen Parteien setzt der Bundesobmann und Spitzenkandidat der FPÖ, Heinz-Christian Strache. Im NEWS.AT-Interview spricht er über die freiheitliche Auffassung von Nächstenliebe, seine Sicht der geheimen Facebook-Gruppe und Ausgrenzung.

NEWS.AT : Wie fühlt es sich an, erstmals in einem Wahlkampf nicht der Jäger, sondern der Gejagte zu sein?
Heinz-Christian Strache: Das stimmt ja nicht. Ich erlebe diese Situation seit dem Jahr 2005, als wir drei Prozent in den Umfragen hatten und uns nichts zugetraut wurde. Zuletzt habe ich habe das 2010 in Wien erlebt, als man uns eine Woche vor der Wahl 18 Prozent gegeben und uns schlechtgeschrieben hat und am Wahlabend waren es dann 27 Prozent. Ich habe gelernt damit zu leben und erwarte nichts von der veröffentlichten Meinung. Aber ich erlebe, dass die Stimmung in der Bevölkerung eine andere ist.

NEWS.AT : Dieses Mal sitzt aber Ihnen in Person von Frank Stronach jemand im Nacken, der Sie auf die Seite der etablierten Parteien stellt, die Sie ansonsten anprangern.
Strache: Das sehe ich nicht so, denn Frank Stronach liegt in den Umfragen bei sechs bis acht Prozent, wir bei 20. Wir sitzen der SPÖ und der ÖVP im wahrsten Sinn des Wortes im Nacken. Wir haben den Abstand verringert und ich halte es für möglich, dass bis zum Wahltag noch einiges in Bewegung kommt. Denn wir sind der einzige Herausforderer dieses rot-schwarzen Systems.

NEWS.AT : Vor einem Jahr lagen Sie aber noch bei 30 Prozent und haben den Anspruch auf den Kanzler gestellt. Inzwischen ist man in den Umfragen weit davon entfernt und hat sich auch von diesen 30 Prozent als Ziel verabschiedet.
Strache: Wir wollen mittelfristig nach wie vor über die 33 Prozent kommen, weil wir dann den österreichischen Schutzmechanismus sicherstellen und die Verfassungsmehrheit von Rot-Schwarz-Grün verhindern können. Das bleibt unser Ziel, aber das ist natürlich ein laufender Prozess. Und wenn Sie die Umfragen hernehmen, dann sind wir bei der Spekulation und ich spekuliere nie. Ich will keine Umfragen gewinnen, sondern Wahlen.

»Ich habe bei den Landtagswahlen nicht verloren«

NEWS.AT : Auch wenn man sich die harten Zahlen ansieht, haben Sie in drei der letzten vier Landtagswahlen verloren.
Strache: Ich habe nicht verloren. Dort stand nicht ich zur Wahl, sondern die Arbeit in den jeweiligen Regionen. Dass es in Kärnten vormals ein BZÖ und viele negative Entwicklungen gab ist klar, das hat die Kärntner auch voll getroffen und dort habe ich dann auch für Ordnung gesorgt. Ebenso in Niederösterreich, ebenso in Tirol. Ich habe in kürzester Zeit in den drei Landesgruppen eine Optimierung sichergestellt und daran kann man sehen, wenn einer letztlich Führungskompetenz hat, dann bin das ich. Und in Salzburg, wo gute regionale Arbeit gemacht wurde, haben wir deutlich mit plus vier Prozent gewonnen. Das zeigt, wer den Fehler macht, Regional- und Bundeswahlen zu vergleichen, verwechselt Äpfel mit Birnen.

NEWS.AT : Die Probleme in der niederösterreichischen Landesgruppe sind aber zu einem Zeitpunkt aufgetreten, als Sie bereits Bundesparteiobmann waren.
Strache: Das zeigt doch meine Führungskompetenz, dass ich gemeinsam mit der Basis auch nach der niederösterreichischen Landtagswahl mit Überzeugungsarbeit eine Verbreiterung und Verjüngung sicherstellen konnte. Führungskompetenz wird bei uns nicht autoritär gelebt, sondern mit Überzeugungsarbeit.

© APA/Herbert Pfarrhofer Beim TV-Duell mit Kanzler Faymann

NEWS.AT : Sie sehen dem Wahlabend also trotz des deutlichen Rückstands auf die SPÖ entspannt entgegen?
Strache: Ich finde diese George Orwell’sche Verdrehung manchmal interessant. Wir stehen vor dem historisch besten Ergebnis unter meiner Obmannschaft, während die SPÖ und die ÖVP vor ihrem historisch schlechtesten Ergebnis stehen.

»Spindelegger hat nicht das Zeug zum Kanzler«

NEWS.AT : Das historisch beste Ergebnis der FPÖ waren die 26,9 Prozent unter Jörg Haider 1999.
Strache: Überlegen Sie einmal, wie lange er dorthin gebraucht hat. Ich stehe vor dem besten Ergebnis meiner Obmannschaft und das bedeutet auf alle Fälle, dass der Abstand zu SPÖ und ÖVP so gering sein wird wie noch nie zuvor. Und wer weiß, was am Wahlabend passiert. Deshalb sage ich, ich bin der einzige Herausforderer von Faymann als Kanzlerkandidat. Denn der Spindelegger ist ja bitte der g’schamste Diener von Werner Faymann. Der ist am Nasenring durch die Manege gezogen worden.

NEWS.AT : Sie glauben also nicht, dass Michael Spindelegger Kanzler werden will?
Strache: Er hat nicht das Zeug dazu. Faymann und Spindelegger haben kein Fernsehduell geboten, sondern ein Fernsehduett. Die haben unter dem Tisch geradezu gefußelt und gezeigt, dass sie nichts anderes vorhaben, als die Packelei fortzusetzen, die die Menschen im Lande satt haben. Und ich glaube, dass die ÖVP massive Probleme in den Ländern hat. So gesehen glaube ich, dass zwischen den Plätzen eins bis drei Veränderung und auch eine Überraschung im Sinne eines blauen Wunders für Österreich möglich ist.

NEWS.AT : Es gab ursprünglich die FPÖ-Ankündigung, diesmal keinen Anti-Ausländerwahlkampf führen zu wollen. Waren die „Asylbetrüger haben zu gehen“-Plakate eine Reaktion auf tiefliegende Umfragewerte?
Strache: Ich finde das spannend. Seit dem Jahr 2005 schweige ich nicht, wenn es um Asylbetrug, radikalen Islamismus und den Import von Kriminellen geht. Wir lassen uns den Mund nicht verbieten.

NEWS.AT : Fakt ist, im Wahlkampf fand dieses Thema lange Zeit nicht statt. Sie sagen trotzdem, das war von Anfang an geplant?
Strache: Na selbstverständlich. Denn neben der sozialen Problematik, wo SPÖ und ÖVP die Pensionisten, die Familien, die Arbeitnehmer und die Pflegegeldbezieher verkauft und verraten haben und den Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren öffnen und damit weiter die Arbeitslosigkeit und das Lohndumping anheizen, sind natürlich auch die Fehlentwicklungen durch eine unverantwortliche, undifferenzierte Massenzuwanderung das Thema. Man soll ja nicht so tun, als gäbe es heute in den Kindergärten, in den öffentlichen Schulen, im sozialen Wohnbau und in all diesen Bereichen keine Probleme.

»Wir sind auch Europäer«
© APA/Rubra Im September beim politischen Frühschoppen in Ried

NEWS.AT : Es gibt aber mit eine Zuwanderergruppe, die Sie sehr stark – auch mit eigenen Inseraten - ansprechen: die Serben.
Strache: Wir sind leidenschaftliche Österreicher, die im Sinne der Nächstenliebe unsere Mitbürger nicht links liegen lassen wollen. Aber wir sind auch Europäer. Und jeder Europäer, der für dieses europäische Wertegebäude, für das christliche Abendland eintritt, ist unser Partner. Das sind Kroaten, Tschechen, Polen und Franzosen genauso. Denn dort haben wir in der Regel durch den gemeinsamen Kulturraum und die gemeinsame Religion kaum Integrationsprobleme. Während bei Zuwanderungsgruppen von außerhalb Europas völlig unterschiedliche kulturelle Gegebenheiten zu tragen kommen. Im schlimmsten Fall sind das Frauenunterdrückung, Ehrenmorde, illegale Zwangsbeschneidungen und andere Mechanismen, die wir in unserer Gesellschaft nicht haben wollen.

NEWS.AT : Und wenn Menschen vor solchen Dingen flüchten, soll man sie nicht aufnehmen? Endet Ihre Nächstenliebe im Mittelmeer?
Strache: Die endet gar nicht. Aber wenn wir sagen „Liebe deine Nächsten“, dann sind das für uns die Österreicher. Aber das ist kein „entweder oder“, sondern ein „Zuerst“ der Nächsten. Und zuerst kommen die Nächsten deines Landes. Wenn dann etwas bleibt, dann gerne auch die anderen. Aber es kann ja nicht sein, dass man die eigenen Landsleute verhungern lässt. Die Armutsentwicklung in Österreich ist dramatisch.

NEWS.AT : Verletzt es Sie, wenn sich hohe kirchliche Würdenträger davon distanzieren, dass Sie mit dem Begriff der Nächstenliebe in den Wahlkampf ziehen?
Strache: Das verletzt mich gar nicht. Das zeigt nur, dass Würdenträger aus kirchlichen Bereichen offenbar immer wieder die Trennung zwischen Kirche und Staat missinterpretieren.

NEWS.AT : Wir wollen mit Ihnen natürlich auch über die geheime Facebookgruppe reden. Sie haben dazu erklärt, dass weder FPÖ-Funktionäre in dieser Gruppe gepostet haben noch sonst aktiv waren…
Strache: Das ist falsch. Ich habe die Frage gestellt und stelle Sie Ihnen heute: Welchem FPÖ-Funktionär werfen Sie welches Posting vor? Wenn Sie irgendeinen FPÖ-Funktionär haben, der dort etwas Ungeheuerliches geschrieben hat, dann legen Sie es mir vor. Dann kann ich handeln.

NEWS.AT : Wir haben hier einen kleinen Ausschnitt vorliegen, in dem ein Mitglied der FPÖ-Bezirksleitung Imst einen Beitrag Fjordmanns gepostet hat. Zur Erinnerung: Fjordmann ist derjenige, den Breivik als sein ideologisches Vorbild gesehen hat. Geliked wird das von einem Funktionär der FPÖ Zell am See. Was meinen Sie dazu?
Strache: Was ist der Vorwurf, dass Vergewaltigungen verurteilt werden?

»Ich weiß nicht, wen Breivik als Vorbild hat«

NEWS.AT : Würden Sie etwas von jemandem posten, den Breivik als sein Vorbild nennt?
Strache: Ich weiß nicht, was sie da immer wieder unterstellen. Ich kenne Herrn Fjordmann nicht und weiß nicht, wen ein Verrückter wie Breivik als Vorbild hat. Das ist an den Haaren herbeigezogen. Sie spielen ein Spiel, in dem Sie versuchen künstlich Bilder und Zusammenhänge zu schaffen, die es nicht gibt. Der reale Zusammenhang liegt ja ganz klar auf dem Tisch. Da gibt es eine Seite, die keine offizielle FPÖ-Seite ist.

NEWS.AT : Die unter anderem von einer FPÖ-Gemeinderätin administriert wird.
Strache: Die Dame hat nichts Verwerfliches getan, außer eine Seite einzurichten, wo andere Profile – teilweise in Amerika gemeldete anonyme Profile – tätig sind. Und gerade Dirty Campaigning ist leider auf modernen Kommunikationsplattformen gang und gäbe.

NEWS.AT : Wie kommen Sie darauf, dass es dort anonyme Accounts aus Amerika gibt? Haben Sie da Einblicke, die Sie der Staatsanwaltschaft bisher vorenthalten haben?
Strache: Es gibt genügend Hinweise. Nicht nur in diesem Bereich, auch in anderen Zusammenhängen wo viele anonyme Profile interessanterweise in Amerika gemeldet sind. Es gibt hier Ermittlungen auch von Seiten des Verfassungsschutzes.

NEWS.AT : Wir legen Ihnen ein zweites Posting der Imster FPÖlerin vor. Wird hier nicht der Prophet Mohammed als Kinderschänder dargestellt?
Strache: Hier wird der Sex mit Kindern verurteilt und auch das Verheiraten einer Minderjährigen. Das bezieht sich auf diesen älteren Mann, der offenbar in Afghanistan oder Pakistan ein minderjähriges Mädchen geheiratet hat. Geht bei Ihnen der Hass gegenüber der FPÖ so weit, dass sie solche Sachen schon verteidigen?

NEWS.AT : Sie wissen, dass Frau Winter wegen einer ganz ähnlichen Formulierung wegen Verhetzung verurteilt worden ist?
Strache: Das stimmt so nicht. Und überhaupt hat das nichts mit dem Posting zu tun, über das wir reden. Das bezieht sich eindeutig auf diesen Mann, der in der Jetztzeit eine Minderjährige geheiratet hat. Das verurteilen wir.

»Ich verurteile Extremismus zutiefst«

NEWS.AT : Sollte sich bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft herausstellen, dass sich das nicht wie von Ihnen dargestellt verhält, wird es dann Konsequenzen geben?
Strache: Das habe ich von Anfang an klargestellt. Wenn sich irgendjemand etwas im Bereich Extremismus, Gewaltaufrufe etc. zu Schulden kommen lässt, müssen die Konsequenzen gezogen werden. Das ist etwas, das ich zutiefst verurteile und bei uns nichts verloren hat.

© APA/Herbert P. Oczeret Vor der "kleinen Elefantenrunde" im ORF-Zentrum

NEWS.AT : In NEWS wurde auch über Herrn R. von der FPÖ Traismauer berichtet. Der auf der dortigen Facebookseite gegen den Hochwassereinsatz der muslimischen Jugend hetzte und später in einem Chat angab, dass die FPÖ Bundespartei ihm den Anwalt gezahlt hat. Können Sie das ausschließen?
Strache: Ich kann grundsätzlich gar nichts dazu sagen, weil ich das nicht weiß. Ich kann nur sagen, dass Herr R. einen Kommentar geschrieben hat, für den er sich entschuldigt hat, wegen dem er nun arbeitsrechtliche Konsequenzen hat und jetzt auch von der Gewerkschaft vertreten wird. Ich denke schon, dass ein Mensch, der seinen Fehler eingesehen hat, es auch verdient, seinen Beruf nicht zu verlieren.

NEWS.AT : Auffällig ist ja die Häufung dieser Dinge in Ihrer Partei. Nehmen wir ein zufälliges Beispiel: Zu ihrem Wahlkampfauftakt gibt es in der NEWS-Ausgabe 36/2013 ein Bild eines Security-Mitarbeiters, der einer Person die deutsche Fahne abgenommen hat. Dieser Mitarbeiter ist Stefan M., früher führend bei der rechtsextremen BFJ tätig. Warum tauchen diese Personen immer bei Ihnen auf?
Strache: Wieder so eine künstliche Geschichte. Das ist ein privates Unternehmen mit privaten Angestellten, das sind keine FPÖ-Sicherheitskräfte.

NEWS.AT : Hängt Ihre Nächstenliebe für Personen, die in diesem Umfeld belastet sind, damit zusammen, dass die FPÖ Sie selbst Anfang der 90er Jahre vom rechtsextremen Rand der Gesellschaft resozialisiert hat?
Strache: Auch das ist wieder ungeheuerlich. Es ist offenbar ihre Wunschvorstellung, uns in ein Eck zu drängen, in das wir nicht gehören.

»Ich bin nicht verhaftet worden«

NEWS.AT : Sie sind beispielsweise laut Hans-Henning Scharsachs Buch „Strache. Im Braunen Sumpf“ zweimal verhaftet worden. Einmal bei der Veranstaltung „Zum Teufel mit der 1945er Demarkationslinie“ an der damaligen innerdeutschen Grenze – eine Veranstaltung, bei der die Polizei verhindern musste, dass eine Synagoge gestürmt wird - und einmal bei einer Veranstaltung der DVU wegen Mitführens einer Schreckschusspistole. Dafür mussten Sie 8.000 Schilling Strafe - damals sehr viel Geld – bezahlen.
Strache: Ich bin nicht verhaftet worden. Im Zuge einer Kontrolle, bei der nichts juristisch Relevantes herausgekommen ist, sind die Personalien festgestellt worden. Der Vorwurf mit der Synagoge ist völliger Unsinn, dort war ich nicht. Das andere war eine Verwaltungsstrafe, aber keinerlei Extremismus, den sie mir unterstellen.

NEWS.AT : Sie waren damals nicht in rechtsextremen Kreisen? Es ist auch Zufall, dass Sie auf den Paintballbildern mit damals führenden Mitgliedern der rechtsextremen Szene abgebildet sind. Die kennen Sie alle nicht?
Strache: Wir können das gerne zum hundertsten Mal aufarbeiten. Ich war, wie sie sagen, Paintballspielen und habe mich dann aus diesem Umfeld zurückgezogen, weil es nicht meines war. Jahre später, als ich keinerlei Kontakt mehr mit diesen Leuten hatte, ist dann der eine oder andere mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass es in diesem Land politische Mitbewerber und auch Journalisten gibt, die nicht akzeptieren, dass ich als Obmann der FPÖ seit dem Jahr 2005 alles, was mit Extremismus zu tun hat, vehement ablehne. Sobald irgendwo jemand in dieser Richtung auffällig wird, werden sofort Konsequenzen gezogen.

NEWS.AT : Sie wurden vor einiger Zeit von Facebook gesperrt und warfen dem Konzern daraufhin vor, man wolle Sie zensieren. Glauben Sie das noch immer?
Strache: Alle Indizien sprechen dafür. Es gibt immer wieder Sperren und es ist augenscheinlich, dass das genau im Wahlkampf konzertiert stattgefunden hat.

»Bei Merkel oder Bieber gelingt das nicht«

NEWS.AT : Sie glauben also, dass Facebook in den österreichischen Nationalrats-Wahlkampf eingreifen möchte, um Sie mundtot zu machen?
Strache: Ich glaube, dass dieses Unternehmen so groß ist, dass es zum einen teilweise überfordert ist. Zum anderen, dass dort vielleicht der eine oder andere unserer politischen Mitbewerber tätig ist. Und zum dritten ist es auffällig, dass ich dann gesperrt werde, wenn ich zum Thema Snowden und NSA kritische Kommentare poste. Und wenn man dann hört, dass angeblich hundertfünfzig Personen damit beschäftigt sind, gezielte Meldungen abzugeben, um Sperren zu provozieren – hier ermittelt im Übrigen der Verfassungsschutz - , dann ist das sehr bedenklich. Bei Angela Merkel oder Justin Bieber wird das auch versucht, aber da gelingt es nicht.

NEWS.AT : Nachdem nicht davon auszugehen ist, dass das blaue Wunder eine absolute Mehrheit ergeben wird – mit wem würden Sie denn gerne regieren?
Strache: Wir grenzen niemanden aus, das sage ich ganz bewusst. Andererseits erleben wir die Ausgrenzung der SPÖ durch Parteichef Werner Faymann. Was viele Sozialdemokraten zutiefst verärgert, weil sie zu Recht sagen, dass wir in den Bereichen Sozialpolitik, Gesundheitspolitik und Infrastruktur viele Gemeinsamkeiten haben. Ich sage, die Sozialdemokraten müssen so viel verlieren, dass von der Basis aus, wie in der Vergangenheit bei uns, ein Aufstand zustande kommt. Dass sich die Parteispitze ändert und dann vielleicht Persönlichkeiten Platz greifen, die diese Ausgrenzung beenden und auch bereit sind, mit uns über Inhalte und vielleicht auch über eine Koalition zu verhandeln. Das gilt für alle Parteien.

NEWS.AT : Was wären Ihre Koalitionsbedingungen?
Strache: Einführung der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild, eine Volksabstimmung zum Ausstieg aus dem ESM-Haftungsdiktat, sofortige Inflationsanpassung bei Pensionisten, Pflegegeld- und Familienbeihilfebeziehern, eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommensschichten und als letzten Punkt: ganz klar sicherstellen, dass Asylbetrüger und kriminelle Ausländer unser Land zu verlassen haben.

NEWS.AT : Welches Ministeramt würde Sie denn reizen?
Strache: Bei mir ist es nicht die Frage, was auf meiner Visitenkarte steht. Aber im Bereich der Sicherheitskompetenz sind wir einer Ministerin Mikl-Leitner mit Sicherheit bei weitem überlegen. Mein persönliches Ziel ist aber das Bundeskanzleramt.

Hier geht es zu den bislang veröffentlichten Interviews mit Norbert Darabos (SPÖ), Kathrin Nachbaur (Team Stronach), Eva Glawischnig (Grüne) und Josef Bucher (BZÖ). Seitens der ÖVP waren nach NEWS.AT-Anfrage leider weder Vizekanzler Michael Spindelegger noch Finanzministerin Maria Fekter für ein Interview verfügbar.

Kommentare

Forest w.
Forest w. melden

Also die HYPO hätte Pleite gehen sollen dann wäre das einfacher für uns geworden ,die wollten ja das nicht weil sonst der Erwin Pröll ÖVP nicht mehr bei der Raiffeisen ein fetten Boni bekommt ,also kommt schon wenn ihr schon eine Partei anprangert ,dann Bitte Fakten!

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ok, dann bleiben wir bei den Fakten. Dass die Notverstattlichung der Hypo nicht optimal verlaufen ist wird niemand bestreiten. Fakt ist aber, dass es nicht einfacher für uns geworden wäre, weil dann zumindest 24 Milliarden Haftung auf einmal schlagend geworden wären, manche ( G.Haber) gehen sogar von 30 Milliarden Schaden aus. Und ob's um die fetten Boni für Pröll gegangen ist, kann man vermuten, Fakt ist aber, dass Pröll nicht einfach eine Bank, die für die Ost-Wirtschaft wichtig ist, in die Pleite schicken konnte, während gleichzeitig IWF und EU unsre anderen Banken, die milliardenschwere Risiken im Osten eingegangen waren, stützten.
Fakt ist auch, dass das gesamte Desaster auf eine hauptverantwortliche Truppe zurückzuführen ist. Es war Jörg und seine blau/orange Truppe, die sichs auf die eigene Fahne schrieben, es war Jörg ders ein gutes Geschäft nannte und nur weil der Wähler fünfzehn Jahre verspätet endlich den notwendigen Tritt verabreichte und die Agierenden jetzt zum großen Teil wieder dort verschwunden sind wo sie nie hätten hervorkriechen dürfen, wird das weder ein roter noch ein schwarzer Skandal. Denn ein Mitläufer ist ein Mitläufer und ein Täter ein Täter. Und ich halte es für eine ziemliche Chuzpe dieses schwätzergenerierte Desaster, Kärnten wird reich (Jörg) und Kärnten wird reicher (Uwe), wir erinnern uns doch hoffentlich noch, jetzt dazu zu verwenden, die anderen damit anzupatzen.
Soviel zu den Fakten.

SpinUp melden

Auch wenn er sich in diesem Wahlkampf moderater verhält, so umgibt sich Strache dennoch mit unmöglichen Leuten

giuseppeverdi melden

Sie haben vollkommen recht, nämlich mit Faymann, Spindelegger, Glawischnig Bucher, Stronach usw......

Frustriert melden

Ooooohhhh!!!! Oh mein Gott, vor lauter Lachen krieg ich mich gar nicht mehr ein. Danke, giuseppe, für diesen Kommentar!
Das war der Lichtblick des Tages.

Forest w.
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Ja die ÖVP weis nie irgendwas wenn sie was machen da sind immer andere Schuld das die Blauen es mal verbockt haben ist sicher nicht den Blauen anzurechnen den Fakt ist ,die ÖVP ist eine Macht gewäsen damals ,man hatts auch gesehen wie der HR.Schüssel das Kanzleramt liegen legen musste das hatt auch Monatelang gedauert diese Schwarz Mamba muss weg die zerstören und wollen nur die Banken vertreten!

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Na klar haben auch die Schwarzen viel verbockt,nur übersehen's bei Ihrer Argumentation,dass es da ein kleines Bundesland im Süden gibt,wo die Blauen ebenfalls eine Macht waren und schon gezeigt haben was sie können, mit absolut verheerendem Ergebnis. Allein ein Blick zur Hypo reicht und man weiß, wie immer die anderen auch murksen, die Frage "Wollt ihr das totale Partofthegame" ist zu verneinen.

n a z i - w i . . s e r
"ne bin nicht braun - alles verleumdungen" was aussieht wie kacke, stinkt wie kacke und schmeckt wie kacke ist kacke - auch wenn die kacke behauptet sie ist eine duftende blume. leider gibt es immer wieder leute die selber braune kacke sind, oder aber zu dämlich oder ignorant. schade um diese 20 % der österreicher......

Also Strache einen Besen zu nennen, na ja, wie's beliebt, aber neu schaut er auf dem Foto bei Gott nicht aus...

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Unter dem Tisch gefußelt :))

free-spirit
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. . .@War-Lord, warum der neue nickname ????

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Urlaubsvertretung ;) ...er ist auf Wahlkampftour...
Wer bistn Du? Soll ich ihm schöne Grüße von dir bestellen?

free-spirit
free-spirit melden

Liebe Grüße von der Schwester von seiner geliebten @Ausweg!!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

so so...angeblich war ja die immer eine besondere Augenweide ;) ...ebenfalls liebe Grüße retour und auch an @Ausweg

free-spirit
free-spirit melden

Danke, und was heißt "war eine Augenweide" ??
Wir sind beide nicht zu verachten . . . gg

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Na, ich hab gehört in letzter Zeit soll sie ganz schön zugelegr haben, aber bitte...ich für meinen Teil stehe eher auf sportliche Typen, wie die Laura R., aber die ist ja leider bei der falschen Partei :)

Fritz Gössler melden

Also ich kann nur für mich sprechen,...Ich werde auf jeden Fall Hr. Strache wählen und nicht nur weil ich FPÖ Mitglied bin sondern auch aus anderen Gründen. 1.Spricht er klare Worte und geht auf uns Österreicher ein,..2. Finde ich, ist es an der Zeit das man Ihm und seiner Partei eine Chance geben sollte damit sie sich beweisen können. Von hinten zurufen ist einfach, aber an der Spitze zu stehen und es besser machen,....ich möchte das erleben und ´bekommt deswegen meine Stimme. Und sollte er es als Kanzler vergeigen und es schlechter machen, wird er die Rechnung dann bei der nächsten Wahl präsentiert bekommen.Aber ich finde, und da möchte ich alle jene die über Ihm schlecht reden oder schimpfen,ansprechen........Gebt ihm eine Chance sich zu beweisen!!
Wenn man wieder diese Regierung wählt , dann wäre das als ob man zwei alte Männer ein Pflegeheim führen lässt. Wie sagt man so schön?.. Ein neuer besen kehrt gut.

eintiroler melden

@Fritz Gössler:
Gebt ihm eine Chance sich zu beweisen!!
Was sollen die Blauen noch beweisen??????????
Haben sie ja schon unter Bau-Schwarz getan, und was da rausgekommen ist, wissen wir ja!!!
Korruption, Selbstbereicherung und den größten Migrationszuwachs seit Jahren. Aja, und viele Blaue eine rechtskräftige Verurteilung.
Nein, danke

officegirl63 melden

neue Besen kehren gut? mag sein, aber die alten kennen die Ecken ! 𯃃

Fritz Gössler melden

@Tiroler Bua,... gerade ihr da draussen müsstet blau wählen wenn ihr Tiroler in eueren eigenen Bundesland bleiben wollt....bei euren Türkenanteil. Und was schwarz-blau damals getan und nicht getan hat,....da gabs andere an der Spitze wie du weist,..und den Migrationszuwachs wirds immer geben, nur wenn HC oben wäre könnte er es wenigistens versuchen einzudämmen wie er es versprochen hat. Gibt auch bei den roten und Co schwarze Schafe,...und von den blauen ist der Mist schon ausgekehrt.

eintiroler melden

@Fritz Gössler:
mir ist jeder Türke oder andere Ausländer lieber wie das braune blaue Pack und dem Wichtigtuer Strache.

giuseppeverdi melden

Ja dem Faymann anscheinend auch weil er Wahlwerbung auf türkisch betreibt!

Tom Torres
Tom Torres melden

Muss schon blöd sein als Effenwähler immer Tatsachen verdrehen zu müssen. Eins muss man dem Bumsti schon zugute halten - Jahrelang konsequent zu lügen und trotzdem an die 20% bildungresistente Phantasten dazu zu bringen Ihn und seine blaue Taschlzieherpartie zu wählen ist schon eine Leistung :)

George25 melden

Danke Tom Torres. :-) Es gibt ja doch noch Leute die das dreckige Spiel der blauen Verbrecher durchblicken

Loonix melden

Kann ich auch nur beipflichten. Diese braune Brut hat uns genug Steuergeld gekostet. Strache hat auch immer die korrupten Scheuchs und Dörflers unterstützt.

Wer hat den diesen Amateur als Interviewer auf Strache losgelassen? Also so was von einseitig hab ich noch nie gelesen.

An die Adresse aller Poster, die der FPÖ die Regierungsjahre 2000 bis 2007 vorwerfen: Müsste man das eigentlich nicht auf der ÖVP ankreiden? Schüssel, der Feigling, sagt ja immer noch nichts dazu, obwohl er alles gewusst haben muss, weil er damals ja der Chef war.

Fragt sich nur, ob die Österreicher soviel Hirnschmalz haben und die jetzigen Gauner abwählen, ich glaube nicht!! Die können auch nachher wieder packeln wie sie es gerade brauchen, da sind sie sich wieder einig!!!

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