Das board der PMS Gruppe im Lavanttal wurde seit 2025 verbreitert und neu aufgestellt (v. l.): Gerhard Leeb (COO), Andreas Lientscher (CDO), Herta und Franz Grünwald (CEO und Eigentümer), Karl Findenig (CTO).
©Rene StrasserDie PMS Gruppe ist in den vergangenen Jahren bei Leistungen, Standorten und Märkten deutlich gewachsen. Mit Strategie 2027 und neuem Management Board schafft das Lavanttaler Unternehmen die Basis für die nächste Entwicklungsstufe: die Stärke einer Unternehmensgruppe nutzen, ohne Eigenverantwortung, Kundennähe und unternehmerische Geschwindigkeit zu verlieren.
Wachstum verändert die Anforderungen
Was 2005 in St. Stefan im Lavanttal begann, ist heute eine Unternehmensgruppe mit mehr als 600 Beschäftigten und Niederlassungen in Österreich und Deutschland. Das Leistungsspektrum reicht von Elektro- und Automationstechnik über Schaltanlagenbau und Flow Control bis zu Energiesystemen, Digitalisierung, Ausbildung und neuen technologischen Geschäftsfeldern.
Mit dieser Struktur wächst nicht nur das Geschäft, sondern auch die organisatorische Komplexität. Unterschiedliche Gesellschaften, Technologien und Kompetenzen sollen optimal abgestimmt werden, um den Kunden den bestmöglichen Mehrwert zu bieten. Der Anspruch lautet deshalb, Kundenprobleme zu verstehen und daraus durchgängige Lösungen zu entwickeln – mit einem zentralen Ansprechpartner nach dem Prinzip „One Face to the Customer“.
Karl FINDENIG, Geschäftsführer Technik
Strategie 2027: Gesamtlösungen statt Einzelleistungen
Die Strategie 2027 gibt die gemeinsame Richtung vor: PMS will sich als anerkannter Gesamtlösungsanbieter für Elektro- und Wärmetechniksysteme in Mitteleuropa entwickeln: von Beratung und Planung über Errichtung und Betrieb bis zu Service und Optimierung. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus technischer Kompetenz, Prozessverständnis und Wirtschaftlichkeit.
Wachstum ist dabei kein Selbstzweck: Service und Aftersales werden ausgebaut, Kompetenzen stärker verbunden und das Projektgeschäft durch skalierbare Produktlösungen ergänzt. Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz sollen Prozesse effizienter machen, Fehler reduzieren und Durchlaufzeiten verkürzen.
Konkrete Entwicklungsschritte zeigen diese Ausrichtung bereits: Die Niederlassung in Bottrop stärkt die Nähe zum deutschen Markt, Dynamap erweitert das Portfolio um digitale Navigation für komplexe Standorte und AC/DC PowerSphere bündelt Lösungen für Energiespeicher und Ladeinfrastruktur, von Analyse und Planung bis Errichtung und Optimierung.
Franz GRÜNWALD, CEO und Eigentümer
Ein Management Board für klare Verantwortung
Mit 1. Jänner 2026 wurde die Geschäftsführung der PMS Group neu aufgestellt. Das Management Board ist keine zusätzliche Hierarchie, sondern eine Antwort auf Wachstum und steigende Marktgeschwindigkeit. Strategie, Technik, Organisation und Unternehmensentwicklung sind klar zugeordnet. So werden Entscheidungen schneller getroffen, Schnittstellen besser gesteuert und Vorhaben konsequenter umgesetzt. CEO und Eigentümer Franz GRÜNWALD verantwortet die strategische Ausrichtung, Beteiligungen, Ergebnis- und Wertentwicklung sowie die Vertretung der Gruppe nach außen. Ebenso wesentlich sind für ihn die gemeinsame Kultur und die langfristige Entwicklung des Familienunternehmens.
Karl FINDENIG steuert als Geschäftsführer Technik die technischen und produktionsbezogenen Bereiche. Dazu zählen technische Standards, Produktentwicklung, Fertigungsprozesse und Investitionen in neue Technologien. Sein Auftrag ist es, technologische Kompetenz, Qualität und Produktionsstärke im gesamten Verbund nutzbar zu machen.
Als Geschäftsführer Organisation entwickelt Gerhard LEEB die Organisation weiter. Im Mittelpunkt stehen klare Rollen, effiziente Prozessschnittstellen und die Umsetzung strategischer Entscheidungen in den Gesellschaften und zentralen Services. Die Organisation verbindet damit die strategische Richtung mit der täglichen Umsetzung.
Andreas LIENTSCHER verantwortet als Geschäftsführer Unternehmensentwicklung mit dem Fokus auf neue Geschäftsfelder, Innovationen, skalierbare Produkte und Wachstumsprogramme.
Gerhard LEEB, Geschäftsführer Organisation
Der Flottenverband als Organisationsprinzip
Intern beschreibt PMS die Zusammenarbeit als Flottenverband: Die Gesellschaften behalten ihre fachliche Stärke und Eigenverantwortung, folgen aber einer gemeinsamen strategischen Richtung. Je nach Kundenanforderung werden Kompetenzen gezielt verbunden; klare Rollen, Schnittstellen und Informationsflüsse reduzieren Reibungsverluste und beschleunigen Entscheidungen. So verbindet PMS die Stärke einer großen Unternehmensgruppe – Kompetenzbreite, Ressourcen, Standards und Marktzugang – mit dem Unternehmergeist eigenständiger Einheiten. Ziel ist keine Zentralisierung, sondern Verantwortung dort, wo Markt-, Kunden- und Fachkompetenz liegen.
Gerade bei komplexen Projekten zeigt sich der Nutzen: Ein Ladepark braucht Energieversorgung, Engineering, Schaltanlagen, Automatisierung, Montage und Service. Erst das abgestimmte Zusammenspiel macht daraus eine sichere, wirtschaftliche Gesamtlösung.
Andreas LIENTSCHER, Geschäftsführer Unternehmensentwicklung
Enkelfit heißt langfristig Verantwortung zu übernehmen
„Enkelfit“ zu sein bedeutet für PMS mehr als Wachstum: Langfristig wettbewerbsfähig bleiben, in Kompetenzen investieren und attraktive Arbeitsplätze in der Region sichern. Das PMS Technikum Lavanttal schafft dafür Entwicklungsmöglichkeiten vom Berufseinstieg bis zur Führungskraft.
Dabei gilt: Unsere Kunden sichern unseren Markt, unsere Mitarbeiter unsere Qualität und unseren Erfolg. Neue Technologien wirken nachhaltig, wenn das Wissen der Beschäftigten einbezogen und gezielt weiterentwickelt wird.
Strategie 2027 und Management Board geben PMS Richtung und Verantwortung für die nächste Entwicklungsstufe. Enkelfit eben: mit Konzernstärke, aber ohne die Nähe und Umsetzungskraft eines Familienunternehmens zu verlieren.
