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Totschnig: Trockenheit für Wälder "große Herausforderung"

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Teilweise abgestorbene vertrocknete Bäume in einem Wald
©APA, HARALD SCHNEIDER, Themenbild
Die extreme Trockenheit in einigen Regionen Österreichs belastet die heimische Land- und Forstwirtschaft stark. Der fehlende Niederschlag sei eine "große Herausforderung", sagte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) am Donnerstag bei einem Medientermin. "Das ist eine Folge des Klimawandels." Zuletzt gab es zwei große Waldbrände in der Steiermark und in Kärnten. Der Klimawandel führt zu verstärkter Trockenheit, Witterungsextremen und mehr Schädlingen im Wald.

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"Es geht darum, unsere Wälder klimafit zu machen, ihre wichtige Funktion als CO2-Speicher zu stärken und gleichzeitig die nachhaltige Verwendung des Rohstoffs Holz weiter voranzutreiben", sagte der Landwirtschafts- und Umweltminister. Beim Wald müsse Klimaschutz und die wirtschaftliche Nutzung "Hand in Hand gehen". Wie hoch die diesjährigen Trockenheits- und Dürreschäden ausfallen könnten, hängt von der Niederschlagsentwicklung in den nächsten Wochen ab. "Aktuell können noch keine seriösen Prognosen getroffen werden", hieß es von der Hagelversicherung auf APA-Anfrage.

Das Kärntner Forschungsinstitut Econmove hat Anfang 2025 einen 80-seitigen Bericht zur volks- und regionalwirtschaftlichen Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in Österreich veröffentlicht. Die Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft erwirtschafteten im Jahr 2023 laut Econmove eine direkte Bruttowertschöpfung von bis zu 26,5 Mrd. Euro und beschäftigten 245.000 Personen.

Inklusive vor- und nachgelagerten Sektoren soll die Wertschöpfung der Forst- und Holzwirtschaft rund 43,1 Mrd. Euro betragen. Die Wertschöpfungskette Holz habe "noch viel Potenzial, etwa als Werkstoff für ressourcenschonende Konstruktionen, Leichtbauanwendungen und innovative Kreislaufwirtschaftskonzepte", sagte Econmove-Chefin Anna Kleissner bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Totschnig und Vertretern der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) und der Sägeindustrie. Holz könne "zu einem der Schlüsselmaterialien der nachhaltigen Industrie von morgen werden", so Kleissner.

Branchenvertreter drängen indes auf ausreichende staatliche Förderungen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Unter anderem müssen widerstandsfähigere Baumarten gepflanzt werden. "Wenn wir die wirtschaftliche Souveränität unseres Landes stärken wollen, müssen wir die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und damit die Nutzung der heimischen Ressource Holz langfristig absichern", sagte FHP-Vorsitzender Konrad Mylius.

Die Sägebetriebe fordern bessere Rahmenbedingungen: Neben dem "klaren Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung" brauche es "wettbewerbsfähige Standortbedingungen, insbesondere bei den Kosten für Arbeit, Energie und Logistik, sowie einen spürbaren Bürokratieabbau", so der Vorsitzende der Österreichischen Sägeindustrie, Markus Schmölzer.

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