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Signa-Pleite: Neuer Interessent für Luxushotel Park Hyatt

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Im zweiten Anlauf soll das Luxushotel verkauft werden
©APA, GEORG HOCHMUTH, Themenbild

Der Signa-Prime-Insolvenzverwalter verhandelt mit dem Innviertler Unternehmer Josef Rainer über einen Verkauf des Hauses an der Wiener Ringstraße.

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Das Wiener Luxushotel Park-Hyatt könnte schon bald einen neuen Eigentümer haben: Der Insolvenzverwalter der Signa Prime, Norbert Abel, soll mit dem oberösterreichischen Investor Josef Rainer bzw. seiner Privatstiftung Verhandlungen führen, berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten am Mittwoch. Abel wollte diese Meldung nicht kommentieren. Die Stiftung hat bereits über die Firma JR Investment von der Signa-Gruppe zwei Gebäude in der Wiener Innenstadt erworben.

Erstes Interesse bereits im Vorjahr

Bereits im Vorjahr stand Abel kurz vor dem Verkauf des Luxushotels. Die Verhandlungen mit dem spanischen Investor Medcap Real Estate scheiterten letztlich jedoch an Abels Preisvorstellungen von kolportierten 330 bis 335 Mio. Euro. Der Insolvenzverwalter übernahm danach auch die Betreibergesellschaft, die ebenfalls zur Signa-Gruppe gehörte. Das Paket von Immobilie und Betreibergesellschaft sollte einen höheren Preis erzielen.

Die Signa Gruppe erwarb 2008 die frühere Zentrale der Länderbank mit der Adresse Am Hof 2 von der Bank Austria und baute sie bis 2014 in das Luxushotel mit 146 Zimmern und 3.100 Quadratmetern Einzelhandelsfläche im Erdgeschoß um.

Bereits zwei Signa-Immobilien übernommen

Die Stiftung des Innviertler Unternehmers Josef Rainer erwarb von der Signa Gruppe bereits zwei Immobilien in der Wiener Innenstadt: Einerseits das Gebäude mit der Adresse Freyung 8, in dem der Verfassungsgerichtshof eingemietet ist, andererseits das Eckhaus Kärntner Straße 11, in dem sich der Apple-Shop befindet.

Sein Vermögen verdankt Rainer dem Unternehmen Bernecker+Rainer, das er 1979 gemeinsam mit seinem Schulfreund Bernecker gegründet und zum größten Privatunternehmen im Bereich der Automatisierungstechnik gemacht hat. 2017 kaufte ABB das Unternehmen mit rund 3.000 Beschäftigten in 70 Ländern um kolportierte 1,8 Mrd. Euro.

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