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Für die größte Beschäftigtengruppe der Branche, die der Lohngruppe 5 zuzurechnen ist, wurde den Angaben zufolge eine Anhebung um 3,48 Prozent verhandelt. "Zusätzlich wurde für den Großteil der Beschäftigten eine fixe Prämie und die Möglichkeit einer freiwilligen steuerfreien Prämie vereinbart", teilte die Gewerkschaft weiters mit.
"Besonders wichtig ist uns, dass diese Nachbesserung gerade jenen zugutekommt, die für die Zukunft der Branche entscheidend sind: den Lehrlingen und den vielen Beschäftigten in der Lohngruppe 5, die am niedrigsten entlohnt sind", betonte die vida-Verhandlungsleiterin und Vorsitzende des vida-Fachbereichs Tourismus, Eva Eberhart.
Zusätzlich wurde laut Österreichischer Hotelvereinigung (ÖHV) eine steuerfreie Mitarbeiterprämie von 275 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte vereinbart. Teilzeitbeschäftigte erhalten sie aliquot, Lehrlinge 175 Euro.
"Dieser Abschluss ist ein fairer und verantwortungsvoller Kompromiss in wirtschaftlich äußerst fordernden Zeiten", betonte der Obmann des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Georg Imlauer, in einer Aussendung. Er bringe den Beschäftigten spürbare Verbesserungen und berücksichtige zugleich die schwierige Lage vieler Betriebe.
"Fakt ist, dass es in den letzten Jahren immer einen Reallohngewinn gegeben hat", ergänzte der Obmann des WKÖ-Fachverbands Gastronomie, Alois Rainer. Der durchschnittliche Anstieg der Löhne und Gehälter im Zeitraum 2021 bis 2025 habe 27,1 Prozent bei einer Inflation von 23,8 Prozent im gleichen Zeitraum betragen. Noch deutlicher war die Steigerung den Angaben zufolge bei den Lehrlingseinkommen, diese hätten sich in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um 35 Prozent erhöht.
"Gute Arbeit verdient faire Bezahlung - gleichzeitig müssen Unternehmen die Löhne dauerhaft erwirtschaften können", begrüßte ÖHV-Präsident Walter Veit die KV-Einigung der Sozialpartner. Der Abschluss bringe den Betrieben Planungssicherheit und den Beschäftigten Klarheit für die kommenden Monate. "Unsere Teams leisten jeden Tag einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Branche. Gleichzeitig müssen die Betriebe Kostenanstiege stemmen können. Der Abschluss ist ein vernünftiger Ausgleich", so Veit.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) bezeichnete den KV-Abschluss als "wichtiges Signal für den Tourismusstandort". Sie bringe den Beschäftigten höhere Einkommen und den Betrieben Planungssicherheit. "Besonders freut mich, dass Lehrlinge überdurchschnittlich profitieren."
