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Von Subventionen bis Homeoffice: So reagiert Asien auf hohe Ölpreise

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©Unsplash, Jezael Melgoza

Hohe Ölpreise infolge des Iran-Kriegs setzen Asiens Volkswirtschaften unter Druck. Regierungen reagieren mit Subventionen, Steuersenkungen und Sparmaßnahmen.

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Der Iran-Krieg trifft die asiatischen Länder besonders schwer. Sie beziehen überdurchschnittlich viel Öl und Erdgas aus dem Nahen Osten. Angesichts steigender Ölpreise infolge der Sperrung der Straße von Hormuz stützen Regierungen ihre Verbraucherinnen und Verbraucher und die Wirtschaft mit milliardenschweren Subventionen. Nachfolgend eine Übersicht über die Maßnahmen.

Japan

Die Regierung greift auf 800 Mrd. Yen (4,4 Milliarden Euro) aus Rücklagen zu. Damit sollen Subventionen finanziert werden, die den Benzinpreis bei durchschnittlich etwa 170 Yen pro Liter halten sollen. Dies könnte bis zu 300 Mrd. Yen pro Monat kosten.

Südkorea

Das Haushaltsministerium hat Ende März einen Nachtragshaushalt über 26,2 Billionen Won (15 Milliarden Euro) vorgeschlagen. Damit sollen Geringverdiener, junge Menschen und Unternehmen unterstützt werden. Das Parlament soll dem Etat voraussichtlich bis zum 10. April zustimmen.

Indonesien

Die Regierung in Jakarta hat 381,3 Billionen Rupiah (19,4 Milliarden Euro) für Energiesubventionen und zur Entschädigung staatlicher Energieunternehmen veranschlagt. Zudem wurde der Verkauf von Kraftstoff auf 50 Liter pro Tag und Auto begrenzt. Für Beamte ist freitags Homeoffice geplant, um Kosten zu sparen.

Philippinen

Das Energieministerium aktiviert einen Notfallfonds in Höhe von 20 Mrd. Pesos (286 Millionen Dollar). Mit dem Geld sollen bis zu zwei Millionen Barrel Treibstoff gekauft werden, um die heimische Versorgung zu sichern.

Thailand

Die neue Regierung will gleich bei ihrer ersten Kabinettssitzung am 6. April Maßnahmen vorschlagen. Geplant sind eine Senkung der Mineralölsteuer und eine Kreditgarantie für einen Öl-Subventionsfonds. Beamte wurden bereits angewiesen, Energie zu sparen und Fahrgemeinschaften zu bilden.

Vietnam

Vietnam hat die Umwelt- und Sonderverbrauchssteuern auf Benzin, Diesel und Kerosin bis zum 15. April ausgesetzt. Eine Verlängerung ist möglich. Dem Finanzministerium zufolge entgehen dem Staat dadurch Einnahmen von 7,2 Billionen Dong (237 Millionen Dollar) pro Monat.

Malaysia

Malaysia gibt monatlich vier Mrd. Ringgit (858 Millionen Dollar) aus, um den Festpreis für gängige Kraftstoffe beizubehalten. Zudem sollen Regierungsangestellte ab diesem Monat von zu Hause aus arbeiten, um Energiekosten zu sparen.

Indien

Indien hat die Verbrauchssteuern auf Benzin und Diesel gesenkt, was zu Einnahmeverlusten von 70 Mrd. Rupien (652 Millionen Euro) alle zwei Wochen führt. Gleichzeitig wurde eine Übergewinnsteuer auf die Ausfuhr von Kerosin und Diesel eingeführt.

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