John Denton
©Kyodo News, IMAGOBlockierte Handelsrouten und explodierende Energiepreise könnten zu einer globalen Industriekrise historischen Ausmaßes führen – mit Folgen für Produktion, Landwirtschaft und die weltweite Versorgung.
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Der Iran-Krieg könnte nach Ansicht des Generalsekretärs der Internationalen Handelskammer ICC die "schlimmste Industriekrise seit Menschengedenken" auslösen. Das liege nicht nur an steigenden Energiepreisen, sondern auch daran, dass "die industrielle Produktion selbst gestört und durch Gasengpässe und anderer wesentlicher Vorleistungen" beeinträchtigt werde, sagte John Denton am Donnerstag im Vorfeld einer WTO-Ministerkonferenz im kamerunischen Jaunde ab Freitag.
Denton verwies auf Aussagen des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, der am Montag vor der womöglich schwersten Energie-Krise seit Jahrzehnten gewarnt hatte. Die Auswirkungen der Krise träfen nicht nur die Industrie, sondern auch die Landwirtschaft, die auf Düngemittel angewiesen sei, sagte Denton weiter. Die Störungen im Handel mit Dünger stellten eine "sehr reale Gefahr für die kommende Erntesituation dar", da Landwirte weltweit mit Versorgungsengpässen und Preisanstiegen konfrontiert seien.
Im Zuge der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat Teheran de facto die Straße von Hormuz gesperrt, durch die Meerenge verläuft üblicherweise rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports. Auch wurden wiederholt Öl- und Gasproduktionsanlagen in der Golfregion angegriffen. Der Rohölpreis stieg seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich. Es sei "von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um die sichere Handelsschifffahrt im Golf wiederherzustellen", fuhr Denton fort.






