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Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) erklärte, Rettungskräfte hätten einen Mann behandelt, der nach iranischen Attacken auf dem Weg zu einem Schutzraum verletzt worden sei. Am späten Dienstagabend hatte MDA neun Verletzte bei einem iranischen Raketenangriff in dem Gebiet Bnei Brak im Zentrum Israels gemeldet. Unter den Verletzten seien sechs Kinder. Weitere drei Menschen seien im naheliegenden Givat Schmuel verletzt worden.
Die israelische Armee kündigte außerdem an, sie werde weiterhin Irans Fähigkeit, Raketen zu produzieren und abzufeuern, ins Visier nehmen. "Wir treffen jedes Glied in der Raketenkette, von den Fertigungsanlagen über die Abschussvorrichtungen bis hin zu den Raketen selbst", sagte der israelische Armeesprecher Effie Defrin in einer Fernsehansprache.
Die Zahl der iranischen Abschüsse ist Defrin zufolge auf durchschnittlich etwa zehn Raketen pro Tag zurückgegangen. Der Iran versuche, seine Anstrengungen alle paar Tage zu bündeln und im größeren Umfang zu feuern, vor allem auf Bevölkerungszentren. "Wir sind darauf vorbereitet und setzen die Jagd auf die Soldaten und Kommandeure des Raketenapparats fort, um sie auszuschalten", sagte er.
Medienberichten zufolge schickten die USA Teheran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges. Dies meldeten die US-Zeitung "New York Times" unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen. Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natanz, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Außerdem müsse in der Straße von Hormuz ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden.
Auf iranischem Boden dürfe zudem kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor.
Unterdessen lockerte Teheran die Regeln für die Straße von Hormuz. Laut der iranischen UNO-Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen - sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.
Nach den erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump fielen die Ölpreise wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: "Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen."
Einen offiziellen Kommentar aus Teheran zu den Aussagen Trumps gab es keinen. Dienstagabend sprach allerdings Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian und forderte ihn zu einer Verhandlungslösung auf.






