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Bei den 1,1 Mrd. Euro handle es sich um eine der drei größten Industrieinvestitionen in Österreich, sagte Infineon-Chef Jochen Hanebeck bei der Pressekonferenz im Haus der Industrie in Wien. "Infineon zeigt mit dieser Entscheidung, dass Österreich ein Land ist, in dem es sich lohnt zu investieren", zeigte sich Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) erfreut. Die Zukunft der Halbleiterindustrie dürfe "nicht nur in Asien oder in den USA liegen, sondern muss auch in Europa liegen".
Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. Indem man in bestehende Reinraumflächen in Villach investiere, sorge man für einen "effizienten und kosteneffektiven" Ausbau der Kapazitäten. Chips auf Basis von Galliumnitrid würden "erhebliche Effizienzsteigerungen bei KI-Rechenzentren, Energie-Infrastruktur, Elektromobilität, Robotik und Konsumentenelektronik" ermöglichen.
Der Anspruch sei, nicht nur stark bei Forschung und Entwicklung, sondern auch stark in der Produktion zu sein, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Erst am Montag habe man die Freigabe aus Brüssel erhalten, um fast 320 Mio. Euro beizusteuern. Das entspreche einer Förderquote von 29 Prozent - im europäischen Vergleich eher niedrig, so der Minister. Die Mittel seien bereits in einem sogenannten Vorbelastungsgesetz für die Umsetzung des EU-Chips Act in Höhe von 2,8 Mrd. Euro budgetiert gewesen.
Neue Arbeitsplätze bei Infineon würden mit der Investition nicht direkt geschaffen, sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria. Allerdings habe man in den vergangenen zehn Jahren rund 2.300 neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese würden mit der Milliardeninvestition gesichert.
