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Die Schienenverbindung soll aus Kuwait im Norden über Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate bis in den Oman führen, der im Südosten der Arabischen Halbinsel liegt. Über mehr als 2.100 Kilometer sollen Passagiere und Güter mit Zügen ans Ziel gebracht werden. Die Kosten wurden in vergangenen Jahren auf rund 250 Milliarden US-Dollar geschätzt. Am stärksten haben bisher Saudi-Arabien und die Emirate in eigene Schienennetze investiert.
Diskussionen über ein gemeinsames Netz gibt es schon seit den 1980er Jahren. Auf dessen Ausbau einigten sich die sechs Golfstaaten 2009, die Umsetzung kam dann aber unterschiedlich schnell voran. Wegen der deutlich gefallenen Ölpreise in den 2010er Jahren mussten die Golfmonarchien, die stark von den Ölexporten abhängig sind, große Infrastrukturprojekte überdenken. Dazu kam eine Krise ab 2017, bei der mehrere Länder unter Führung Saudi-Arabiens eine Blockade gegen den kleinen Staat Katar verhängten. Das Ziel, das gemeinsame Netz 2018 in Betrieb zu nehmen, wurde verfehlt.
Mit Beginn des Iran-Kriegs im vergangenen Februar und der faktischen Blockade der Straße von Hormus hat das Projekt neue Dringlichkeit bekommen. Denn über den Seeweg exportieren die Länder unter anderem Öl und Flüssiggas, importieren so aber auch Waren und Güter, darunter Lebensmittel. Wegen der hohen wirtschaftlichen Verluste im Zuge des Kriegs gibt es dennoch Zweifel, ob die Länder noch die nötigen Mittel für den Bau aufbringen können.
